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Alles was bleibt

Kapitel 11

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"Ich geh nur noch schnell ins Bad. " grinste sie und verschwand durch die Tür. Noch immer brachte ich kein Wort heraus und starrte ihr einfach nur mit Herzklopfen nach. Als sie ein paar Minuten später wieder zu mir in die Küche kam, war sie bereits angezogen. Ich wusste nicht, ob ich darüber traurig war oder erleichtert. Wir setzten uns schweigend an den Frühstückstisch und ich goss ihr eine Tasse dampfenden Kaffee ein. Unsere Finger berührten sich, als wir beide gleichzeitig in den Brötchenkorb griffen. Es war wieder wie ein elektrischer Schlag, der mich durchfuhr. Erschrocken zog ich meine Hand zurück. Sie schien nichts davon gemerkt zu haben, sondern schnitt ganz entspannt ihr Brötchen mit einem leichten Lächeln auf den Lippen auf. Dann blickte sie mich an und mein Herz stand für einen Moment still. Ich versank in ihren Augen und meine Mauer begann leise zu bröckeln. "Danke für das gute Frühstück. Das hat schon lange niemand mehr für mich gemacht. " Carol lächelte mich an. Sie war so wunderschön. Sie brach den Blickkontakt ab und widmete sich wieder ihrem Brötchen. "Jeden Tag würde ich dir Frühstück machen. " dachte ich und im gleichen Moment verwarf ich meine Gedanken. Was dachte ich da nur? Ich war verwirrt und verstand mich selbst nicht mehr

Seid dem Klassentreffen war nichts mehr so wie es war oder sein sollte. Sie riss mich aus den Gedanken, doch ich hatte ihre Frage nicht verstanden. Ich entschuldigte mich kurz und spürte, wie ich errötete. Sie zeigte auf das gerahmte Photo an der Wand: "Wer ist das hübsche Mädchen neben dir?" Ich musste mich nicht umdrehen, ich wusste, wen sie meinte. "Meine ältere Schwester Becca. " sagte ich so emotionslos wie möglich und setzte dabei ein unechtes Lächeln auf. Ich musste das Thema wechseln, bevor sie weitere Fragen stellen konnte. Schnell, denk nach, sag etwas! "Was machst du heute noch so?" fragte ich sie und hoffte, dass es nicht zu auffällig war. "Ich muss noch ein wenig für die Schule vorbereiten, aber sonst habe ich noch keine Pläne. Und du?" Darüber hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht. Seit dem Klassentreffen am Donnerstag war mein Leben irgendwie aus den Fugen geraten und ich hatte, seit dem ich sie wieder gesehen hatte, keinen klaren Gedanken mehr fassen können. "Einkaufen. " antwortete ich daher spontan und versteckte mich hinter meiner Tasse Tee. Eine Stunde später saß ich allein an dem Tisch in der Küche. Mein Brötchen lag immer noch auf meinem Teller. Ich hatte nichts essen können. Sie hatte mich ganz vereinnahmt. Sie war überall, in meinem Kopf, in meinem Herzen, in meinem Bauch. Ich konnte es nicht erklären. Allein, wenn ich an sie dachte, beschleunigte mein Herz

Etwas war passiert, etwas was ich eigentlich hatte verhindern wollen. Verzweifelt vergrub ich mein Gesicht in meinen kalten Händen. Irgendwie vermisste ich sie, ihre Nähe, ihren Duft, ihr Lachen. Anderseits war ich froh, dass sie gegangen war. Ich wusste, sie länger in meiner Nähe zu haben, hätte ich nicht geschafft. Es wäre zuviel für mein Herz gewesen. Ich hatte mich geirrt. Es war nicht mehr so wie früher. Es war anders. Damals wollte ich ihre Aufmerksamkeit und genoss ihre Nähe. Doch jetzt genügte mir das nicht mehr und dass machte mir Angst. Es fühlte sich stärker, intensiver, tiefer an. Ich konnte es nicht beschreiben. Aber ich war mir sicher, dass ich das alles nicht in meinem Leben wollte. Ich trank meine Tasse Tee aus und beschloss tatsächlich einkaufen zu gehen. Ich musste raus, raus an die frische Luft, was anderes sehen, mich ablenken, auf andere Gedanken kommen. Ich würde sie einfach wieder raus lassen, raus aus meinem Herzen, raus aus meinem Kopf, raus aus meinem Bauch. Wenn ich sie nicht wiedersah, würde es bestimmt funktionieren. Immerhin hatte es schon einmal geklappt. Dachte ich