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Alles was bleibt

Kapitel 13

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Diese riesige Anspannung, die ich noch vor kurzem verspürt hatte, löste sich langsam auf, aber was blieb, war dieses seltsame, schmerzhafte Gefühl in meinem Inneren und ihr Bild, wenn ich dir Augen schloss. Da spürte ich das Vibrieren meines Handys in meiner Hosentasche. Als ich nach schaute, entdeckte ich eine Nachricht von Carol. Mit dem Vergessen war es doch nicht so einfach wie ich gedacht hatte. Ich wollte ihre Nachricht erst nicht lesen, aber schließlich siegte meine Neugier. "Hi Sam. Ich wollte mich nochmals für deine Gastfreundschaft bedanken. Es war schön mit dir. Vielleicht kann ich mich mal bei dir revanchieren? Hast du heute oder morgen Abend schon was vor? LG Carol. " Ich starrte noch eine Weile auf mein Display, obwohl es bereits schon wieder schwarz geworden war. Mein Herz schlug schneller und zog sich dabei schmerzhaft zusammen. So gern hätte ich sie wieder getroffen: ihr Lächeln sehen, ihre Stimme hören, ihren Duft riechen. Nein, ich wollte sie nicht wieder sehen. Ich wollte sie vergessen. Aus den Augen - aus den Sinn. "Tut mir leid, ich habe schon was vor. " schrieb ich ihr und schaltete dann mein Handy aus. Ich blieb noch eine Weile sitzen und genoss den Ausblick, bevor ich mich wieder auf den Heimweg machte. Als ich an meiner Wohnung ankam, schaffte ich es noch in die Dusche und fiel dann erschöpft in mein Bett. Es dauerte nicht lang bis ich der Müdigkeit nachgab und einschlief. Es klingelte Sturm. Schlaftrunken torkelte ich an die Tür und riss sie ungehalten auf. Schließlich war es Sonntag früh. Ich erschrak, als ich in ihre braunen Augen blickte. Sogleich wich ich einen Schritt zurück. Das nutzte sie als Gelegenheit in meine Wohnung zu schlüpfen. Ich hörte, wie die Tür ins Schloss fiel. Und dann kam sie mir immer näher. "Ich habe mir Sorgen gemacht. Dein Handy war aus

Du hast mir nicht geantwortet. " Sie schaute besorgt, aber da funkelte noch etwas anderes in ihren Augen. "Ich . " stammelte ich. Keinen Satz brachte ich heraus. Ich starrte auf ihre Lippen und spürte ihre Hand an meiner Wange. Mein Körper glühte. Ich vergaß zu atmen und mein Herz raste. Sie kam langsam näher und plötzlich wurde alles schwarz vor meinen Augen. Schweißgebadet wachte ich auf. Es war nur ein Traum, nur ein Traum. Ich saß in meinem Bett und legte eine Hand auf mein Herz. Fühlte sich so ein Herzinfakt an? Ich schnappte nach Luft, stieg aus meinem Bett und öffnete das Fenster. Langsam verschwand dieses beklemmende Gefühl in meiner Brust. Ich wand mich um und wollte gerade ins Bad, da fiel mein Blick auf das Shirt auf dem Stuhl, dass sie vorletzte Nacht bei mir getragen hatte. Vorsichtig nahm ich es und vergrub mein Gesicht im Stoff. Er duftete nach ihr. Bilder tauchten vor meinen inneren Auge auf. Bilder von ihr. Ich war so ein Idiot. Wütend schoß ich das Shirt in den Wäschesack neben der Tür. Ich beschloss duschen zu gehen. Der Tag konnte nur noch besser werden. Zumindest wurde er nicht schlimmer. Am nächsten Morgen wartete bereits soviel Arbeit auf mich im Büro, dass ich gar nicht dazu kam, über andere Dinge nachzudenken. Es war bereits gegen 15 Uhr als ich in die Mittagspause ging. Mein Weg führte mich in den Stadtpark, der nicht weit von meiner Arbeitsstelle entfernt ist. Dort suchte ich mir eine Bank und packte mein Sandwich aus. Da fiel mir ein, dass mein Handy immer noch aus war. Ich schaltete es ein und sogleich zeigte es mir eine Nachricht von Carol und ein Anruf in Abwesenheit von einer unbekannten Nummer

Zuerst las ich ihre Nachricht mit einem leichten Herzklopfen. Sie hatte sie mir noch Samstag geschickt: "Okay, kein Problem. Dann ein anderes Mal ;-) LG Carol. " Sollte ich etwas darauf antworten? Das Klingeln meines Handy riss mich aus meinen Gedanken. Es war wieder diese unbekannte Nummer. "Pierce?" Es war jemand vom Verlag wegen meinem Buch. Er redete und redete. Ich hörte einfach nur zu. "Bekommen Sie das hin?" fragte er mich schließlich. Verzweifelte suchte ich meine Sprache wieder: "Ja, ja, natürlich. " Er schien erleichtert. Ich hörte es an seiner Stimme. "Okay, super. Dann sehen wir uns am Donnerstag. " Tuut-tuut-tuut. Ich hielt das Handy immer noch an meinem Ohr, obwohl er bereits aufgelegt hatte. Es war unglaublich. Sie wollten mich bzw. mein Buch. Wow. Aber ich sollte das Ende umschreiben, nicht so dramatisch, eher mit Happy End. Ich schluckte und das anfängliche freudige Hochgefühl verschwand. Wie sollte ich das in dieser kurzen Zeit schaffen? Mein Kopf fühlte sich wie leer gefegt an. Ich würde versagen. Ein dicker Kloss saß in meinem Hals. Donnerstag! Heute war Montag. Panik stieg in mir hoch. Doch plötzlich schoß mir ein Geistesblitz durch das Gehirn. Ja, dass wäre meine Rettung! Mit einem Funken Hoffnung nahm ich mein Handy und wähle mit Herzklopfen eine Nummer aus meinen Kontakten