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Alles was bleibt

Kapitel 15

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Eigentlich hatte ich vorhin nichts Falsches zu ihr gesagt. Ich brauchte sie einfach und ahnte dabei noch nicht, wie sehr. Als ich 16. 45 Uhr das Büro verließ, spielte ich zu meiner Schande eine Sekunde mit dem Gedanken nicht zu dem vereinbarten Treffen zu gehen. Irgendwie hatte ich Angst davor, sie wiederzusehen. Aber ich hatte schließlich um ihre Hilfe gebeten. Ich wartete an einen Baum gelehnt und beobachtete die Kinder am Spielplatz. Sie waren wirklich zu beneiden. So unbeschwert, so naiv, so geliebt. Die Mütter und Väter saßen alle auf den Bänken am großen Sandkasten und blickten aus ihren Gesprächen immer wieder liebevoll auf ihren schwerbeschäftigten Nachwuchs. Ein schöner Anblick an einem schönen Sommertag. Es war noch angenehm warm und die Sonne warf ihre Strahlen durch die hohen Bäume, die den Spielplatz säumten und malte so ihr eigenes Muster auf den Weg vor mir. Sie blendete mich ein wenig, aber das störte mich kein bisschen. Mit ein wenig Wehmut genoss ich diese Atmosphäre. Dann tauchte ein Schatten auf dem Weg auf und ich wusste sofort, wem er gehörte. Ich drehte meinen Blick zur Seite und blinzelte in die Sonne. "Hi. " Ich musste lächeln, als sie auf mich zukam. Sie sah wunderschön aus. Sie trug eine olivgrüne anliegende 7/8 Hose und darauf ein gelbes Shirt. Ihre braunen Haare fielen über ihre schmalen Schultern und die Sonne rahmte sie ein. "Die Sonne liebt dich. " bemerkte ich mit einen Blick auf ihre gebräunte Haut. Sie lachte und strich sich über ihren Arm. "Ich habe ungarische Wurzeln. Wir lieben alle die Sonne. " Ich ertappte mich bei dem Gedanken, wie es sich wohl anfühlte, ihre Haut zu berühren. Sie riss mich aus den Gedanken, indem sie meine Hand griff und mich weiterzog. Am Spielplatzrand war gerade eine Bank frei geworden. Ihre Hand war angenehm warm und weich. Ich wollte sie nie wieder los lassen und musste es doch viel zu früh. "Danke, dass du gekomen bist

Es tut mir leid, dass ich dich einfach angerufen habe, aber ich . " Ich staunte über mich selbst, dass ich im Stande war ganze Sätze zu sprechen, obwohl sie neben mir saß und mein Herz raste. Carol lächelte mich an und mir wurde unter ihrem Blick immer heißer. Sie lehnte sich zurück und schlug die Beine übereinander. "Jetzt erzähl doch mal, was überhaupt passiert ist. " Wir schauten beide auf die spielenden Kinder. "Sie wollen mein Buch. " erklärte ich ziemlich emotionslos. Ich konnte es selbst noch nicht richtig glauben. Sie wand sich wieder zu mir und legte ihre Hand auf meinen Arm. "Mensch Sam, das ist doch super. " Oh, nein. Warum tat sie das? Ihre Berührung brannte wie Feuer auf meiner Haut, wie lauter Stromschläge, die ihren Weg fanden in mein Herz und schließlich in meinen Kopf. "Sie wollen weniger Drama, dafür ein Happy End. Ich soll das Ende umschreiben. " Ich machte eine kurze Pause. "Bis Donnerstag. " "Bis Donnerstag?" wiederholte sie ungläubig. "Ja, jemand ist mit seinem Buch abgesprungen und jetzt soll meines an dessen Stelle. Bis Donnerstag, dass, dass schaffe ich nie. " Ich beugte mich etwas nach vorn und vergrub mein Gesicht in meinen Händen. Um so mehr ich darüber nachdachte, um so mehr wuchsen meine Zweifel. Da spürte ich eine Hand, die liebevoll über meinen Rücken strich. "Natürlich schaffst du das. Schau mal, du hast es geschafft dieses ganze spannende Buch zu schreiben. " Ich blickte sie überrascht an. "Du hast es gelesen?" Sie lächelte. "Natürlich, was denkst du denn? Gleich am nächsten Tag und dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. "  Sie hatte es gelesen und anscheinend gefiel es ihr. "Und dann ist die Änderung des Schlusses doch eine Kleinigkeit für dich. Wenn du willst, helfe ich dir dabei. Schließlich bin ich Deutschlehrerin, also eine ausgebildete Fachfrau

" Wie könnte ich das vergessen. Sie zog ihre Hand von meiner Schulter. Sofort vermisste ich ihre Berührung und ihre Wärme. "Das, also, äh, das geht nicht. Das, ich meine, dass kann ich dir nicht zumuten. " stotterte ich rum. War es nicht das gewesen, was ich gehofft hatte? Wieso wies ich sie jetzt ab? "Was heißt hier zumuten? Es wäre mir eine Ehre. Wow, Sam. Dein Buch wird bald veröffentlich. Du solltest dich darüber freuen und keine Trübsal blasen. " Sie boxte mich spielerisch in den Arm. Ich nickte und blickte wieder über den Spielplatz.   Es war still geworden. Die meisten Eltern waren mit ihren Kindern gegangen. Die Sonne stand schon recht tief. "Und hast du schon eine Idee?"fragte sie mich. Und plötzlich schien der riesige Berg vor meinen Augen zu schrumpfen. Ich nickte wieder. "Ja, ich glaube schon. " Sie stand auf und klopfte sich etwas Sand von den Hosen. "Dann machen wir uns an die Arbeit. " Sie lächelte mich an und ich schmolz dahin. "Wenn du willst, gehen wir zu mir. Ich wohne nicht weit vom Park und auf dem Weg, erzählst du mir alles. " Ich starrte sie verständnislos an. Gerade versagte wieder mal mein Gehirn und ich sah nur ihre wundervollen Augen und ihre verführerischen Lippen. "Alles?" fragte ich. "Na, deine Idee vom Happy End. " Ich fuhr mir verlegen durch meine kurzen Haare. "Ja, klar. Okay, also ich dachte mir