อ่านนิยายออนไลน์ทั้งหมดฟรีที่นี่

Alles was bleibt

Kapitel 16

sprite

Gerade versagte wieder mal mein Gehirn und ich sah nur ihre wundervollen Augen und ihre verführerischen Lippen. "Alles?" fragte ich. "Na, deine Idee vom Happy End. " Ich fuhr mirr verlegen durch meine kurzen Haare. "Ja, klar. Okay, also ich dachte mir . " Sie schloss die Tür auf und ich betrat tatsächlich das erste Mal ihre Wohnung. Mir kam mein Tagtraum vom Klassentreffen wieder in den Sinn. Wie sie mich berührt hatte mit ihren Händen, mit ihren Lippen. Es war so real gewesen. Ich wollte so nicht fühlen. Wie sollte ich diese Bilder, diese Gefühle aus meinem Kopf und Herz verbannen? Ich fühlte, wie mir die Röte in die Wangen schoß. "Alles okay?" frage sie, als sie aus ihren Schuhen schlüpfte und ihren Schlüssel an den Haken hängte. Ich nickte nur und wand mich ein paar Fotos zu, die im Gang an der Wand hingen. "Das ist meine ganze Familie, meine Freunde und . " Ich blickte auf ein Bild meiner ehemaligen Klasse. und meine ersten Schüler. " Ich hörte den Stolz aus ihren Worten und musste lächeln. Sie stand ziemlich nah neben mir und betrachtete ebenfalls das Bild. Sie machte mich schon wieder total nervös. "Du hast dich ziemlich verändert. " sagte sie. "Meinst du?" Das Gefühl hatte ich eigentlich nicht. Ich drehte mich zu ihr. Dabei sah sie mir tief in die Augen. Ich blinzelte verwirrt und versuchte weiter zu atmen. "Aus dir ist eine selbstständige, schöne junge Frau geworden

" Ich musste schlucken. Unsicher wand ich den Blick wieder ab und richtete ihn auf das Foto. Sah sie mich wirklich so? "Ich zieh mir nur schnell etwas Bequemeres an. Fühl dich wie zuhause. " rief sie mir über die Schulter zu und verschwand in einem anderen Zimmer. Ich konnte den Blick nicht von ihr wenden und sah ihr hinterher. Hatte ich ihr wirklich gerade auf den Hintern gestarrt? Was war nur mit mir los? Carol hatte die Tür offen stehen lassen und obwohl ich sie nicht mehr direkt sehen konnte, erblickte ich sie im Spiegel von hinten. "Schau weg! Sieh nicht hin!" sagte eine Stimme in meinem Kopf, aber ich konnte nicht. Wie gebannt verfolgte ich jede ihrer Bewegungen mit. Wie sie ihr Shirt auszog, ihre Knöpfe öffnete und langsam die Hose über die Hüften und dann die Beine gleiten ließ. Einen Moment stand sie nur in Unterwäsche da, schien vor ihrem Schrank zu überlegen, was sie anziehen sollte. Ich war wie versteinert. Sie war wunderschön. Ich hörte mein Herz laut klopfen und ein schmerzliches Ziehen zog sich durch meinen ganzen Körper. So etwas hatte ich noch nie erlebt, noch nie gefühlt und ich verstand nicht, was gerade mit mir passierte. Carol entschied sich für eine graue knielange Haus- oder Sporthose und ein enges schwarzes Trägertop. "Wow!" hauchte ich. Als sie ihre Sachen noch zusammenlegte, riss ich mich zusammen und wand meinen Blick mit einem Ruck von ihr ab. Ich schaute wieder auf die Fotowand, konnte aber nichts erkennen. Da waren nur Bilder von ihr vor mir. Ich versuchte verzweifelt mein Herz und meinen Atem zu beruhigen, damit ich mich nicht verriet. Es gelang mir sogar einigermaßen, nur die Hitze und das Glühen des Fiebers, das mich wieder erfasst hatte, vergingen nicht. "Ich habe Wasser oder Wein da. Aber wenn wir noch etwas schaffen wollen, bleiben wir erstmal bei Wasser, oder?" fragte sie mich und verschwand in einem anderen Raum. Ich zuckte erschrocken zusammen. "J-j-a, ge-genau. " stotterte ich und ging ihr nach

Sie stand in der Küche und holte gerade zwei Gläser aus dem Schrank. Ich wusste nicht warum, aber am liebsten wäre ich zu ihre gegangen und hätte meine Arme von hinten um sie geschlungen. Ich schüttelte unauffällig meinen Kopf. Was passierte hier? Ich war nicht mehr ich selbst. Meine Gedanken und Gefühle machten mir Angst. Wollte ich das wirklich? Hier bleiben - bei ihr- in ihrer Nähe? Aber hatte ich eine Wahl? Sie stellte die Wassergläser auf den niedrigen Tisch vor dem Sofa im Wohnzimmer. Sie holte einen Schreiblock, Kugelschreiber sowie mein Manuskript und setzte sich im Schneidersitz auf die Couch. Ich nahm ihr gegenüber in einem großen Sessel Platz. Mein Sicherheitsabstand. "Du hast eine schöne Wohnung. " bemerkte ich anerkennend. "Danke. " lächelte sie und griff nach einer Brille und dem Manuskript.   Wie sie so da saß mit dem schwarzen Top, die Beine verschränkt, die Haare offen über den Schultern und der schwarzgerahmten Brille, konnte ich nur noch denken: "Du siehst du sexy aus. " Carol schaute von dem Manuskript auf zu mir. Mein Herz blieb stehen. Hatte ich das gerade laut gesagt? Ich weiß es wirklich nicht, aber sie blickte mich immer noch durchdringend an. Ich errötete noch mehr. Ein feines Lächeln umspielte ihre Lippen. Dann klopfte sie auf den freien Platz neben sich. "Du sitzt viel zu weit weg. Komm her, so kann man doch viel besser miteinander arbeiten. " Ich hatte Angst und wusste nicht, wie ich diese Nähe ertragen sollte. Aber ich traute mich nicht ihre Einladung abzulehnen. Wie sollte ich es ihr auch erklären?