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Alles was bleibt

Kapitel 18

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Verzweifelt griff ich nach dem Weinglas und machte einen großen Schluck. Der Alkohol brannte in meinem Hals und half mir meine Fassung zu bewahren. Über meine Eltern zu reden war das letzte was ich wollte. Angestrengt dachte ich daher nach, wie ich das Thema wechseln konnte ohne das es groß auffiel. "Willst du denn mal Kinder?" fragte ich sie spontan. Carol hielt einen Moment inne, schien zu überlegen und blickte mir dabei tief in die Augen. Ich spürte, wie dabei eine Gänsehaut meinen Körper überzog und eine Hitze, als stünde ich komplett in Flammen. "Wenn ich den richtigen Menschen fürs Leben gefunden habe, dann könnte ich mir gut vorzustellen, auch ein, zwei Kinder zu haben. " Wie machte sie das nur? Mit nur einem Blick, einer Geste, wenigen Worten konnte sie beinahe alle meine Lebensfunktionen zum Stillstand bringen. "Und du?" "Ich?" "Na, willst du mal Kinder?" fragte sie mich. "Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Vielleicht. " Als ich auf die Uhr sah, war es bereits nach halb 10 Uhr am Abend. Unsicher fuhr ich mir durch mein Haar. "Ich werde mich mal jetzt auf den Weg machen. " Sie stellte schweigend die leeren Teller in die Spüle. "Wie soll ich das je wieder gut machen bei dir?" Sie kam auf mich zu und legte ihren Arm auf meine Schulter. Nein, bitte tue das nicht. Ich musste ein Zittern unterdrücken. "Bitte mach dir darüber keinen Kopf. Ich hab dir gern geholfen. Den Rest musst du jetzt allein machen. Und ich weiß, dass du es schaffen wirst. " Am liebsten hätte ich in diesen Moment meine Lippen auf ihre gepresst und sie leidenschaftlich geküsst. Sie an den Küchenschrank gedrückt und meine Hände über ihren wundervollen Körper wandern lassen. Ich erschrak so sehr über diesen Drang, der immer stärker in mir wurde, dass ich mich ruckartig von ihr abwand und die Küche verließ. Ich musste gehen, bevor ich etwas wirklich dummes tun würde

Mein Verstand hatte sich bereits auf wenige Prozent reduziert. Weg - nur weg hier von ihr, sonst würde ich alles zerstören, wieder einmal. "Warte, unsere Notizen. " Sie holte sie aus dem Wohnzimmer und drückte sie mir in Hände, wobei unsere Finger sich unabsichtlich berührten. Bei keinem anderen Menschen fühlte sich diese einfach Berührung so intensiv an. Erschrocken zog ich meine Hände zurück. Sie zog kaum merklich eine Augenbraue hoch. Doch ich erkannte, dass sie ein wenig überrascht war. Ich stand schon halb im Treppenhaus. "Danke Carol. Danke für ALLES!" Es war nicht viel mehr als ein Flüstern. Sie lächelte. "Schreib mir. " Ich nickte nur, weil ich keine Worte mehr heraus bekam und flüchtete. Floh hinaus in die angehme Kühle der kommenden Nacht. Sie umschloß mich und schien das Fieber, das in mir tobte, ein wenig zu senken. Endlich konnte ich wieder atmen und sog die frische Luft tief ein. Eine leichte Euphorie erfasste mich. Meine Idee hatte nun Hände und Füsse und ich musste die Worte, die nur so in meinem Kopf herumspukten auf Papier bringen. Als ich nach Hause kam, war nicht an Schlafen zu denken. Ich startete meinen PC und setzte mich sofort daran um zu Schreiben. Als hätte ich von Carol eine geheime Energie erhalten, die dafür sorgte, dass die Buchstaben nur so tanzten. Ich tippte und tippte und trug dabei ein Lächeln auf den Lippen. Es war mein Wecker, der mich am Morgen aus dem Schlaf riss. Verwirrt blickte ich mich um und merkte, dass ich an meinem Schreibtisch eingeschlafen war. Unbequem, aber als ich auf meinem Bildschirm das Ergebnis meiner nächtlichen Arbeit entdeckte, durchströmte mich ein gutes Gefühl. "Ja, ich werde es schaffen! Dank Carol

" Ich schaltete meinen PC aus und verschwand ins Bad. Den Rest würde ich heute Abend nach der Arbeit erledigen. Jetzt musste ich erst einmal auf die Arbeit. Den ganzen Tag blieb mir ein Lächeln auf den Lippen. Tatsächlich konnte ich an diesem Abend alle Änderungen an meinem Manuskript vornehmen. Zufrieden legte ich mich schließlich kurz vor Mitternacht ins Bett. "Danke Carol. " flüsterte ich, bevor ich einschlief. Der nächste Morgen kam schnell und auch der Arbeitstag verging wie im Flug. Die Aufregung stieg, obwohl ich heute nur mein überarbeitetes Buch abgeben würde. Ich hatte keine Ahnung, wie lange es dauern würde, bis ich eine Rückmeldung erhielt. Am Ende gefiel es ihnen nicht und ich müsste wieder von vorn mit der Arbeit beginnen. Mein Verleger erwartete mich bereits. Er hatte sich schon einen Kaffee bestellt und schien in Eile. Er wirkte sichtlich erleichtert, als ich ihm das geänderte Manuskript überreichte. "Es tut mir leid, dass ich gar keine Zeit für Sie habe. Aber bei uns ist im Moment der Teufel los. Die Erscheinungstermine stehen schon alle fest und sind in Kürze, nur die Bücher sind noch nicht fertig. " Er tupfte sich mit einem Stofftaschentuch den Schweiß von der Stirn. Er stürzte seinen restlichen Kaffee herunter und packte mein Buch sorgsam ein als wäre es ein wertvoller Schatz. "Ich nehme an, ich werde von ihnen hören. " stellte ich mehr fragend fest. "Werden sie, werden sie. " Er griff nach seiner Tasche und gab mir seine unangenehm weiche, feuchte Hand zum Abschied. Ich blieb am Tisch sitzen und sah ihm nachdenklich nach. "Hoffentlich geht alles gut