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Alles was bleibt

Kapitel 19

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Ich blieb am Tisch sitzen und starrte ihm nachdenklich nach. "Hoffentlich geht alles gut. " Es war irgendwie unglaublich. Da passierte 5 Jahre lang nicht wirklich viel in meinem Leben und plötzlich stand alles Kopf. Das Klassentreffen, Carol, mein Buch und wieder Carol. In meinem Kopf schwirrten die Gedanken nur so durcheinander. Ich bestellte mir einen Tee um etwas zur Ruhe zu kommen. Carol hatte Recht. Ich sollte mich freuen, stolz darauf sein, was ich geschafft hatte. Aber mir fehlte jemand, mit dem ich das alles hätte teilen können. Mit meinen Arbeitskollegen verstand ich mich gut, aber mit keinen von ihnen traf ich mich auch in meiner Freizeit. Freunde besaß ich keine. Die letzten Jahre hatte ich überwiegend mit Arbeiten, Schreiben und Vergessen verbracht. Letztes war mir nicht wirklich gelungen. Und jetzt saß ich mit 21 Jahren allein in einem Cafe, starrte auf meine Tasse dampfenden Tee und fühlte mich einsam. Mein ganzes Leben war ich auf eine gewisse Art und Weise allein gewesen, obwohl ich Eltern hatte und meine 16 Jahre ältere Schwester Becca. Es gab auch noch ein paar Schulfreunde als Whats App Kontakt. Aber niemand davon hätte diesen leeren Platz neben mir füllen können. Nie zuvor hatte mir das Alleinsein gestört. Ich hatte es stets erfolgreich verdrängt und mich daran gewöhnt. Aber plötzlich tat es weh diese Verlassenheit zu spüren. Ich griff nach meinem Handy und betrachtete gedankenverloren das Profilbild von Carol. Ich musste mich irgendwie bei ihr bedanken. Ohne weiter darüber nachzudenken, schrieb ich sie an: S: "Hey :-)" Gleich darauf erhielt ich eine Antwort. So schnell hatte ich nicht damit gerechnet. C: "Hey meine kleine Schriftstellerin. " Ich spürte, wie ich errötete

Zum Glück konnte sie mich nicht sehen. S: "Wie war dein Tag?" C: "Nicht wirklich gut. Du glaubst mir nicht, wenn ich dir sage, wie sehr die Schule samt Schülern und Lehrern nerven kann. " S: "Und wie ich dir glaube. Daran erinnere ich mich noch zugut ;-)" C: ":-) :-) :-)" S: "Ich wollte mich nochmal für deine Hilfe bedanken. Ohne dich hätte ich es nicht geschafft. Vorhin habe ich das überarbeitete Manuskript abgegeben und jetzt heißt es warten. DANKE für Alles!" C: "Keine Ursache. Hab ich gern gemacht. War schön mir dir. " Bei ihren letzten Worten machte mein Herz ungewollt einen freudigen Hüpfer. S: "Darf ich dich als Dankeschön mal zum Essen einladen? Ich kenne in der Stadt einen guten Italiener. Wenn du Bella Italia magst?" C: "Ich liebe es. " Mein Puls beschleunigte und ich grinste in mein Handy hinein. Schließlich nahm ich all meinen Mut zusammen. S: "Wann hast du Zeit?" Gespannt wartete ich auf eine Antwort, aber es folgte keine mehr. In der Zwischenzeit leerte ich meine Tasse und bezahlte. Doch mein Handy schwieg mich durchdringend an. Hatte ich sie überrumpelt? War ich zu aufdringlich gewesen? Ich griff nach meiner Tasche und machte mich mit einem seltsamen Gefühl im Herzen auf den Heimweg. Kurz vor meiner Haustür klingelte mein Handy. Als ich sah, wer anrief, schlug mein Herz mir bis zum Hals. S: "Ja?" C: "Hi Sam. Bitte entschuldige, dass ich nicht gleich geantwortet habe. Aber mein Vater hat mich vorhin angerufen. " Ich stand da wie angewurzelt, drückte mein Handy an mein Ohr und lauschte ihrer Stimme. Dann Stille - ich war nicht in der Lage etwas auf ihre Worte zu erwidern. Aber innerlich war ich froh, dass es nicht an mir lag, dass sie mir nicht geschrieben hatte

C: "Ich würde gern mit dir Essen gehen. " S: "Okay. " Ich war so ein Idiot. In meinem Kopf arbeitete es, aber ich brachte keinen Satz zustande. Stille - zum Glück legte sie nicht auf, sondern sprach schließlich weiter. C: "Ich muss noch ziemlich viel vorbereiten, weil mich die Schule kommende Woche auf ein Seminar schickt, aber vielleicht passt es dir nächsten Freitag Abend?" "Ja! Ja! Ja!" aber die Worte bekamen keine Stimme und verließen nicht meinen Mund. Ich schluckte. Sag etwas! Sprich mit ihr! S: "J-ja, das passt, ich mein, ähm, ich hab Zeit. Da-dann nächsten Freitag!?" Warum schien sich meine Aufregung noch mehr zu steigern? Mir war so unheimlich heiß. C: "So 19 Uhr?" Ich holte tief Luft. S: "Ja, 19 Uhr ist gut. Ich werde einen Tisch für uns reservieren. " Anscheinend funktionierte mein Sprachzentrum wieder. C: "Ich freu mich. Dann mach ich mich mal an die Arbeit. Kannst ja an mich denken, wenn ich mich nächste Woche auf dem Seminar zur Tode langweile. " scherzte sie beim Verabschieden. Langsam ließ ich mein Handy sinken, nachdem sie aufgelegt hatte. Sie hatte ja keine Ahnung, wie sehr ich an sie denken würde. Irgendwie fehlte sie mir jetzt schon. Am liebsten hätte ich sie gleich wieder angerufen, nur um ihre Stimme zu hören. Ich seufzte. Was war nur mit mir los? Immerhin hatte ich nun eine ganze lange Woche Zeit darüber nachzudenken. Eine ganze lange Woche musste vergehen, bis ich sie wieder sehen würde. Allein nur, wenn ich an unsere Verabredung  dachte, kam mein Herz ins Stolpern und meine Wangen begannen zu glühen