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Alles was bleibt

Kapitel 21

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Dabei merkte ich nicht, wie ich mich selbst betrog. Es war nie nur Freundschaft gewesen. Carol war schon längst tief in meinem Herzen. Sie hatte es nie verlassen. Doch ich wollte meiner eigenen Lüge glauben. Als ich mir am nächsten Morgen Wasser in meine Tasse für einen Tee goß, checkte ich mein Handy. 2 Nachrichten in 2 Cheats. Eine war von Danny mit einem Bild von ihr und ihren Zwillingen. Die andere stammte von Carol. Sie hatte sie mir gestern noch geschickt: "Buona notte ;-)" Ein kleines Lächeln legte sich auf meine Lippen. "Freunde!" hauchte ich vor mich hin und nahm geistesabwesend einen Schluck aus meiner Tasse. Dabei verbrannte ich mir meinen Mund an dem heißen Wasser. Verdammt! Ich wünschte mich wieder zurück in mein Bett. Niemanden hören und sehen und vor allem nicht mehr denken müssen, an nichts und niemanden. Auch wenn alles erfüllbar gewesen wäre, das letzte ließ sich mitnichten verhindern. Ich schlüpfte schließlich in eine dunkle Jeans und nahm mir ein passendes Shirt dazu aus dem Schrank. Auf Frühstück verzichtete ich, wie gewöhnlich, da ich immer später auf Arbeit eine Kleinigkeit aß und zog gerade die Haustür hinter mir ins Schloss, als mein Handy klingelte. Unbekannte Nummer. S: "Pierce?" S: "Wow!" S: "Okay. Ja, 15. 00 Uhr. Das geht in Ordnung. " S: "Dann bis heute nachmittag. " Ich lief die Straße entlang, ohne zu bemerken, was rechts und links von mir geschah. Der Verlag! Die Änderungen hatten ihre Zustimmung gefunden. Und sie wollten mein Buch veröffentlichen

Wow! Ich konnte es immer noch nicht glauben. Und das passierte mir? Für heute Nachmittag stand der Termin für die Vertragsunterzeichnung. Ich hatte es tatsächlich geschafft. Mit einem breiten Grinsen betrat ich das Bürogebäude und wartete darauf, dass der Fahrstuhl endlich kam. Im Fahrstuhl hatte ich bereits mein Smartphone in der Hand, um Carol zu schreiben. Als ich ausstieg, ließ ich es wieder in meine Tasche gleiten. Ich hatte mich entschieden, es nicht zu tun. Sie sollte es morgen erfahren. Ich wollte es ihr persönlich erzählen, ich wollte ihr dabei in die Augen schauen und sehen, wie sie sich für mich freute und vielleicht auch ein bisschen stolz auf mich war. Der Tag verlief gut. Ich konnte mich von meiner Arbeit losreißen und unterschrieb aufgeregt und mit leicht zitternder Hand meinen allerersten Vertrag zur Veröffentlichung meines Buches. Zuhause angekommen fühlte ich jedoch eine bedrückende Leere, die mich in meiner Wohnung empfing. Also entschied ich mich dazu, noch ein wenig mit dem Rad zu fahren. Das half mir oft meinen Kopf frei zu bekommen. Vielleicht auch heute - hoffte ich. Es war soviel passiert in so kurzer Zeit. Ich trat kräftig in die Pedale. Ich spürte den Wind in meinem Gesicht, die Geschwindigkeit berauschte mit. Und es gelang mir tatsächlich dem ganzen zu entfliehen, wenn auch nur für kurze Zeit. Denn als ich wieder in meine Wohnug kam, beschlich mich erneut dieses seltsame Gefühl. Irgendetwas fehlte. Ich vermisste etwas, das ich nicht erklären konnte. Ich hatte es nicht geschafft, es abzuschütteln. Verschwitzt stieg ich in die Dusche. Ohne das ich es verhindern konnte, wanderten meine Gedanken immer wieder zu einer Person. Zu Carol

Ich musste an unsere morgige Verabredung denken. Ein Stich fuhr mir dabei durch mein Herz. Es brannte und mein Puls beschleunigte, allein bei dem Gedanken an sie. Körperlich und emotional erschöpft ließ ich mich auf mein Sofa fallen. Ich starrte auf das Handy vor mir. Sollte ich ihr vielleicht doch schreiben? Nein, ich wollte nicht aufdringlich sein. In diesem Moment vibrierte es. Mein Herz setzte einen Schlag aus. Ich sah auf dem Display ihren Namen. C: "Hi Sam. Bald habe ich das Seminar hinter mich gebracht. Das einzige, was mich hier am Leben erhalten hat, ist die Aussicht auf das Essen mit dir ;-) Holst du mich Morgen ab oder sollen wir uns irgendwo treffen? LG Carol. " Heimlich freute ich mich, dass sie an mich gedacht hatte. Ein angenehmes warmes Gefühl breitete sich in mir aus. Spontan antwortete ich ihr ohne viel nachzudenken: S: "Hallo Carol. Ich hole dich ab. Freu mich. Bis Morgen!" Senden - erfolgreich versandt - gelesen. Ich konnte sehen, dass sie online war und schrieb. Gespannt blickte ich auf mein Display. C: Ich mich auch. Schlaf gut und träum was Süßes ;-)" Mit einem verträumten Lächeln legte ich mein Handy zurück auf den Tisch und streckte mich auf dem Sofa aus. Meine Arme hatte ich hinter meinen Kopf verschränkt. Mein Blick hing an der Decke und war doch weit fort. Dieses warme Gefühl verschwand an diesem Abend nicht mehr und begleitete mich irgendwann in einen ruhigen Schlaf