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Alles was bleibt

Kapitel 23

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Manchmal hatte ich wirklich das Gefühl, dass sie mit mir spielte. Aber sicherlich war das nur Einbildung. Ich atmete tief ein und griff ebenfalls nach meinem Geldbeutel und meinem Handy. Auf was hatte ich mich da nur eingelassen? Wieso hatte ich nur diese blöde Idee gehabt mit ihr allein auszugehen? Und überhaupt: Wieso hatte ich mich nur dazu überreden lassen zu diesem verdammten Klassentreffen zu gehen? Dann wäre ich ihr nie begegnet! Aber bereute ich das wirklich? Wir traten hinaus aus dem kühlen Hausgang und die Schwüle des sommerlichen Nachmittags empfing uns. Carol deutete auf ein schwarzes Auto auf der anderen Straßenseite. "Sollen wir mein Auto nehmen?" Bei diesen Worten spürte ich, wie etwas meinen Hals zuschnürrte und wie meine Hande schwitzig wurden. Ich wusste genau, dass es diesmal nicht an ihr lag. Es war Angst, die tief aus meinen Inneren kroch und sich um mein Herz legte. Klar, warum hatte ich nicht daran gedacht, dass die Möglichkeit bestand, dass sie mit einem Auto da war. Im Geiste hätte ich mich dafür Ohrfeigen können. Dann hätte ich mich irgendwie darauf einstellen können. Doch jetzt fühlte ich mich überfahren von einem parkenden Auto. Wie irrsinnig. "Ich würde lieber laufen, wenn es dir nichts ausmacht. " Ich hörte meine eigene flehentliche Stimme und merkte nicht, wie mein Blick immer noch auf dem Auto lag. "Du hast Recht. Der Tag ist perfekt für einen Spaziergang. " Ich musste mich zusammen reißen. Ein Danke lag mir auf den Lippen, aber ich sprach es nicht aus. Die Wärme des Tages war mit einem Mal verschwunden. Da war nur noch Kälte. Ich musste ein Zittern unterdrücken. So lange, war dieses Gefühl nicht mehr aus den Tiefen gestiegen. So lange, war es mir nicht mehr in den Sinn gekommen

Ich hatte gedacht, ich hätte es überwunden. Aber ich hatte mich geirrt und ich hasste mich dafür. Schweigend liefen wir eine Weile nebeneinander her. "Wollen wir durch den Park gehen?" frage sie mich. Sie sollte mir nichts anmerken und nickte ihr nur zu. "Wir haben Glück. " rief sie auf einmal, griff nach meiner Hand und zog mich mit sich. Sie steuerte auf einen Eiswagen zu, vor dem bereits einige Leute Schlange standen. Sie hielt noch immer meine Hand und es fühlte sich so gut an. Auch wenn es mich elektrisierte, breitete sich doch wieder eine angenehme Wärme in meinem Innern aus, die alle Kälte vertrieb. Als wir dran waren, suchten wir uns beide je zwei Kugeln heraus. Als sie nach ihrem Geldbeutel griff, lösten unsere Hände sich und schon fehlte es mir. Carol reichte mir meine Waffel und wir setzten uns auf eine Bank gleich in der Nähe. Die Sonne blendete mich, also schloss ich lächelnd meine Augen und genoss einfach den Moment. Sie erzählte von ihrem Lehrgang und ich lauschte dem Klang ihrer Stimme. Ich hätte nicht gedacht, dass mich ihre Nähe so glücklich machen könnte. Aber in diesem Moment spürte ich keine Angst und keine Zweifel. Da war einfach nur eine ungewohnte Leichtigkeit und SIE. Ich erzählte ihr auch ein wenig von meiner arbeitsreichen Woche. Langsam schlenderten wir weiter Richtung Innenstadt. Plötzlich blieb ich stehen. "Carol, ich muss dir was sagen. " Sie drehte sich zu mir um. "Ich, ich wollte es dir gern persönlich sagen und nicht am Handy, also nicht schreiben

" Unsicher blickte ich zu Boden und dann in ihr Gesicht. Mir begegneten zwei sanft leuchtende, braune Augen und ein liebevolles Lächeln. Ein leichter Wind fuhr durch ihr offenes Haar. Mein Herz blieb einen Moment stehen. Sie war einfach wunderschön. Meine Worte waren komplett weg, wie weggefegt. Ich wusste nicht mehr, was ich als nächstes sagen wollte. Sie kam noch einen Schritt auf mich zu. Woher nahm sie die Geduld mit mir? Erwartungsvoll sah sie mich an, sprach aber kein Wort. "Ich, ich, . " wagte ich einen Versuch. Doch da war nur ein Vakuum in meinem Kopf. Was machte sie nur mit mir? "Ich, ich habe gestern den Vertrag, unterschrieben, beim Verlag, ich, mein Buch. Carol - mein Buch wird veröffentlicht. " Jetzt war es raus. Ehe ich mich gefangen hatte, legten sich überraschend zwei Arme um mich. Ich fühlte sie ganz und gar. Noch nie war sie mir so nah gewesen. Ich hielt den Atem an und  die Zeit stoppte, selbst die Welt drehte sich nicht mehr. Mein Herz raste. Ich spürte ihren warmen Körper eng an meinem und war nicht mehr in der Lage mich zu rühren. Jemand hatte einfach meinen Aus-Schalter gedrückt. Ich fühlte nur noch und die Gefühle waren so übermächtig, so überwältigend, dass ich den Halt verloren hätte, während da nicht ihre Arme gewesen, die mich hielten