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Alles was bleibt

Kapitel 24

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Ich fühlte nur noch und die Gefühle waren so übermächtig, so überwältigend, dass ich den Halt verloren hätte, während da nicht ihre Arme gewesen, die mich hielten. Als sie sich von mir löste, blieb ein seltsames Gefühl von Leere auf meinem Herzen zurück. Sie trat einen Schritt von mir weg. Gleichzeitig fuhren ihre Finger meine Arme entlang und griffen schließlich nach meinen Händen. Diese intensive Berührung von ihr hinterließ ein seltsames Kribbeln auf meiner Haut und insgeheim wünschte ich mir, sie würde meine Hände nie wieder los lassen. Alles lief wie in Zeitlupe ab. Ich hörte keinerlei Geräusche um mich, nur mein Herz, dass laut und schnell schlug. Wie durch Nebel drangen Carols Worte langsam zu mir durch: "Ich freue mich echt für dich. Ich wusste, dass du es schaffst. Ich bin so stolz auf dich. " Ich hörte sie, ich verstand sie, aber ich konnte nicht reagieren. Ich war wie gelähmt. Atme Sam! Atme! Ich fühlte mich, wie ein Ertrinkender, der langsam tiefer und tiefer auf den Grund sinkt. Wäre nicht ein Ball von den spielenden Kindern an meiner Schulter gelandet, ich weiß nicht, was sonst passiert wäre. Ich tauchte wieder nach oben, durchbrach die Oberfläche und atmete. Meine Lungen füllten sich mit Luft und ich lebte. "Danke. Das bedeutet mir viel. " sagte ich schüchtern, doch von Herzen. Und als ich ihr in die Augen sah, war ich mir sicher, dass sie mir jedes Worte glaubte. Plötzlich knurrte ihr Magen und wir beide mussten lachen. Carol zog entschuldigend ihre Schultern nach oben und grinste. "Ich habe heute Mittag nicht viel zu essen bekommen und jetzt hab ich einen Bärenhunger. " Sie sah so süß aus. Oh nein! Hatte ich das wirklich gerade gedacht? Ich musste mich wirklich mehr beherrschen - Freunde!  "Dem können wir abhelfen. Lass uns weiter gehen. Es ist nur noch ein kleines Stück bis zu dem Italiener, zu dem ich dich heute entführen will. " schlug ich vor und wir gingen weiter

Ich hatte gehofft, sie würde wieder meine Hand nehmen, aber sie tat es nicht. "So, so. Du willst mich heute Abend also entführen. Du weißt aber schon, dass man dafür schwer bestraft wird?" sagte sie plötzlich zu mir. In ihrer Stimme klang ein ernster Ton mit, auch wenn sie mich von der Seite anlächelte. Ich errötete peinlich berührt. Das hatte ich doch gar nicht so gemeint. Sie brachte mich damit total aus der Fassung. Alle meine Gedanken wirbelten durcheinander. "Ich, entschuldige, ich, wollte eigentlich, ich . " Sie legte sanft ihre Hand auf meinen Arm, was allerdings die ganze Sache für mich nicht leichter machte, im Gegenteil. Langsam wurde für mich alles zuviel. Diese ständigen Adrinalin-Schübe waren schwer zu verkraften. "Lauf. Weg. Geh. " drängte mich mein Kopf. Aber ich blieb. Ihre Hand - mein Arm, wir waren immer noch miteinander verbunden. Ich konnte mich nicht lösen. "Sam?" ich hörte meinen Namen. Ihre Finger berührten sanft mein Kinn. Atmete ich noch? "Sam! Ich hab das nicht ernst gemeint. Es war nur ein Spass. " Sie hatte es schon wieder getan! "Es tut mir leid. " hauchte sie und kam mir dabei gefährlich nahe. Ich starrte auf ihre Lippen. "Wie würde sich wohl ein Kuss anfühlen?" Ich war dabei einen großen Fehler zu begehen

Aber ich wollte sie so gern auf meinen spüren. Nein und nochmal nein. Ich würde es nicht tun, nicht noch einmal alles zerstören mit meinen dummen Gefühlen. "Freunde. " sagte ich mir. Ohne Absicht hatte ich es laut ausgesprochen, wenn auch geflüstert, doch Carol hatte es wohl gehört, denn sie entfernte sich langsam von mir und ging einen Schritt zurück. Ihre Hand aber, ruhte noch immer auf meinen Arm. Irrte ich mich oder lag da tatsächlich so etwas wie Enttäuschung in ihrem Blick? "Kannst du mir noch einmal verzeihen?" Ich brachte ein Lächeln zustande. "Ja, alles wieder okay. Aber mach bitte sowas nicht öfters mit mir. " Sie nickte. "Versprochen!" Ich konnte ihr nicht böse sein. Sie streckte mir versöhnlich ihre Hand entgegen. "Komm lass uns gehen. Von dir lass ich mich doch gern entführen. " Unsicher nahm ich ihre Hand wieder. Dabei spürte ich erneut dieses seltsame Kribbeln, diese elektrische Spannung, die sich von ihr auf mich übertrug. Wir gingen zusammen ein Stück Hand in Hand, es fühlte sich ungewohnt und doch so vertraut an. Erst als ihr Handy klingelte, ließ sie mich los. Ihr Vater war am Telefon. Sie sprach eine Weile, während wir weiter neben einander her liefen. "Ich muss jetzt Schluss machen Paps. Wir sind gerade am Restaurant angekommen. - Ja, mit einer Freundin. - Danke, werden wir haben. " Bei den letzten Worten lächelte sie mich verschmitzt an. Mir wurde furchtbar heiß unter ihrem Blick. Warum konnte ich mit jedem anderen Menschen ganz normal umgehen, mit ihr aber nicht? Das war etwas, dass ich mir absolut nicht erklären konnte oder wollte