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Alles was bleibt

Kapitel 26

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Ich fühlte einen Stich in meinem Herzen. Eifersucht? Ich hatte keine Zeit mir darüber Gedanken zu machen. Auf jeden Fall war mein Vorhaben, die Flucht zu ergreifen, längst vergessen. Ich trat an den Tisch und alle drei blickten zu mir. "Deine Begleitung?" fragte die Blonde. Ich sah Neugier in ihren Augen aufblitzen. "Das ist Samantha, eine Freundin von mir. " Ich war Carol in diesem Moment sehr dankbar, dass sie mich nicht als ehemalige Schülerin vorgestellt hatte. "Dann wollen wir euch zwei nicht weiter stören. Und gib noch Bescheid wegen morgen Abend. " Ihr Stimme hatte einen schneidend süßen Ton und ihr Lächeln wirkte auf mich falsch. Da war wieder dieser Stich in meinem Herzen, als sie sich von Carol mit einem Küsschen auf die Wange verabschiedete. Verdammt, es war nur ein Abschiedkuss, warum ärgerte mich das so? Mein Blick blieb an den beiden hängen bis sie das Restaurant verlassen hatten. Sie waren gegangen und ich saß noch hier - hier mit ihr. "Das waren zwei ehemalige Studienkolleginnen von mir, die jetzt hier in der Nähe an einer Schule unterrichten. " erklärte sie mir mit einem Schmunzeln. Ich griff nach dem Weinglas und machte einen Schluck. "Schmeckt er dir?" Ihre Stimme holte mich wieder aus meinen Gedanken zurück - zu ihr. Ich kämpfte mit einem Kratzen in meinem Hals, an dem ich mich beinahe verschluckt hätte. Er schmeckte süßlich und prickelte ein wenig auf der Zunge. "Ich mag ihn. " gestand ich Carol. Das Glas stand direkt vor mir und ihr fuhr immer wieder mit meinen Fingern um den schmalen Stil. "Ich dachte, der könnte zu dir passen

" sagte sie ganz beiläufig. Aber ich fragte mich, was sie damit meinte, während ich in mein Glas starrte: süß und prickelnd. Noch ehe unser Schweigen unangenehm wurde, trat der Kellner an unseren Tisch und servierte das Essen. Es duftete köstlich und ich war ihm äußert dankbar für die Ablenkung. "Übrigens mag ich Salbei. " Diesmal musste ich sie angrinsen. War da etwas im Wein? Sie schnitt sich gerade ein Stück vom Fleisch ab und steckte es sich genüsslich in den Mund. Wäre ich neben mir selbst gestanden, hätte ich mir eine kräftige Kopfnuss verpasst. Kümmer dich lieber um dein Essen und starr ihr nicht so auf den Mund! Hörte ich meine innere Stimme. Ich gab mir wirklich Mühe, aber sie zog mich an und fesselte mich, ohne dass ich etwas dagegen tun konnte. Carol legte ihr Besteck beiseite und schien kurz nachzudenken. "Mit wem wirst du deinen Erfolg feiern?" Ich blickte sie sprachlos an. "Du bist die Einzige, die davon weiß. " antwortete ich leise. Ich hatte das nicht vor ihr zugeben wollen, aber es war einfach über meine Lippen gekommen. Unsicher brach ich den Blickkontakt ab und nahm mein Essen in Augenschein. Einfach weiter essen. Etwas schnürrte meinen Hals zu und mein Herz fühlte sich so schwer an, als wäre es mit vielen Eimern Wasser gefüllt. "Dann lass uns zusammen feiern. " Erstaunt wand ich mich ihr wieder zu. "Machen wir doch gerade. " erwiderte ich. "Nein, richtig. Lass uns morgen tanzen und etwas trinken gehen

" Tanzen? Ich konnte nicht tanzen, aber das sagte ich ihr nicht. "Jana und Denise, die zwei von vorhin kommen auch. Hast du Lust?" Nein, hatte ich eigentlich nicht. Ich war schüchtern und hatte keinerlei Erfahrung mit Feiern. Und schon der Gedanke an die vielen fremden Menschen machte mir Angst. Niemals würde ich da irgendwo mit hin gehen und schon zweimal nicht mit ihr. "Ja, okay. Können wir machen. " antwortete ich ihr und versuchte meinen inneren Aufruhr vor ihr zu verbergen. Hatte ich das gerade gesagt? Machte sich mein Sprachzentrum gerade selbstständig? Aber ich konnte sie ja auch nicht alleine gehen lassen mit Jana und Denise!  "Dann hole ich dich 20 Uhr mit dem Auto ab. " sagte sie freudig und griff wieder nach ihrem Besteck. AUTO - mein Herz setzte kurz aus, aber diesmal nicht wegen ihr. Diese Frau würde meinen sicheren Tod bedeuten, dass wusste ich. Morgen würde mein letzter Tag sein - Auto fahren, Tanzen gehen und dass alles mit IHR. Was machte sie nur mit mir? Ich tat Dinge, die ich sonst nie getan hätte. Ich aß Essen, von denen ich vorher noch nie gehört hatte und ich sagte Sachen, die ich gar nicht wollte. Ich war nicht mehr die ruhige Person, der kühle Kopf, der sein Leben im Griff hatte. Ich war plötzlich verletzlich und spürte diese Unsicherheit, die mich schon einmal so im Griff gehabt hatte. Aber es gelang mir nicht weiter darüber nachzudenken. Mein Kopf war wie leer gefegt und ich sah nur, wie Carol mich anstrahlte. Offenbar freute sie sich über meine Zusage und allein das, machte mich glücklich. In diesem Moment war mir nichts wichtiger