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Alles was bleibt

Kapitel 3

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Ich fühlte ihre Hand auf meinem Rücken. Sie zog mich fest an sich. Oh man, sie war so heiß. Ich spürte, wie ich verglühte. Endlich setzte mein Verstand wieder ein. Ich löste mich von ihr und fand meine Sprache wieder: "Bist du verrückt geworden? Wenn uns jemand sieht!" Sie lächelte mich nur schelmisch an. Irgendetwas schien sie zu amüsieren. "Was ist?" fragte ich etwas gereizt. Sie lachte auf und es klang so wundervoll in meinem Herzen, dass es mich schmerzte. "Endlich duzt du mich. Wurde ja auch mal Zeit. " "Carol. " hauchte ich ihren Namen. Wie könnte man diese Frau nur vergessen? Sie zog mich wieder an sich und flüsterte mir ins Ohr: "Lass uns hier weg gehen. Kommt mit zu mir!" Ich wusste, sie wohnt nur eine Straße weiter. Ihr Atem hinterließ ein Brennen auf meiner Haut zurück. Sie löste sich, aber hielt noch immer meine Hand. "Ich gehe zuerst. " Wieder blickte sie mir tief in die Augen und wartete auf eine Reaktion von mir. "Ich komme nach. " flüsterte ich. Ich sah ihr nach und erfasste dabei ihre ganze Siluette. Sie hatte sich gar nicht verändert. Groß und sehr schlank, lange dunkle rotbraune Haare, die ihr offen über die Schultern fielen, enge Jeans, hohe Stiefel und dieser Gang. Ich seufzte innerlich als sie aus meinem Blickfeld verschwand. Eine Weile wartete ich, dann kehrte ich zu den anderen zurück. Anscheinend war gar nicht aufgefallen, dass ich gefehlt hatte. Einer fragte, ob ich rauchen war. "Ich doch nicht. " lachte ich gekünstelt. Ich doch nicht, die Streberin, die Langweilerin, die Zuverlässige, die Jungfrau

Beim letzten Gedanken musste ich schlucken und zögerte. Sollte ich ihr wirklich folgen? Und dann? Würde sie mich wieder küssen? Ihre Lippen . Unruhe erfasste mich. Die Minuten zogen sich wie Kaugummi. Nach einer Weile stand ich wieder auf. "Ich glaube, ich werde mich jetzt verabschieden. " murmelte ich in die Runde. Keiner versuchte mich aufzuhalten. Handschaking und schon stand ich vor dem Restaurant. Ich schaute den Fussweg entlang. Am nächsten Straßenschild lehnte eine dunkle Gestalt. Ich wusste genau, wer da wartete. Ein kleines Zögern, dann ging ich direkt auf sie zu. Sobald wir nur noch wenige Meter voneinander entfernt waren, ging sie weiter, bog in eine Seitenstraße ab und verschwand in einem Hauseinang. Ich kannte ihn, aber ich war schon lange nicht mehr da gewesen. Ich erinnere mich noch genau, wie ich als Schüler extra Umwege gegangen war, nur um durch diese Straße zu gehen, nur um an ihrem Hauseingang zu stehen. Dabei war ich jedesmal fast vor Angst gestorben, allein bei dem Gedanken, sie würde mich dabei erwischen. Jetzt nach mehr als 5 Jahren stand ich wieder davor, erwachsen und mit ihr. Sie griff nach meiner Hand und zog mich die vier Treppen zur Eingangstür hinauf. Ich hörte den Schlüssel im Schloss, dann wieder Treppen im Treppenhaus. Das Licht blieb aus. Sie wohnte im ersten Stock. Nie hätte ich mir damals erträumt, jemals ihre Wohnung zu betreten. Und jetzt führte sie mich hinein. Noch immer machte sie kein Licht an. Dunkelheit hüllte uns ein, nur das Licht einer Straßenlaterne fiel durch die Fenster eines Zimmers bis auf den Fussboden im Flur. Die Tür fiel ins Schloss. Abrupt drehte sie sich zu mir um und kam meinem Gesicht gefährlich nahe. Doch ich konnte nicht weg. Sanft drückte sie mich gegen die Tür. Als ich ihren Körper auf meinem spürte, fühlte ich mich einer Ohnmacht sehr nahe

Meine ganzen Sinne liefen auf Hochtouren. Sie kam immer näher. Wie gebannt blickte ich in ihre dunkle Augen, dann endlich legte sie ihre Lippen auf meine. Ich versank und konnte nichts mehr hören und sehen, nur Dunkelheit und ein Rauschen in meinen Ohren und ihre Lippen. Ich spürte wieder ihren Körper. Ihre Haare fielen über mein Gesicht, ihr Duft war so wundervoll. Ihre Hände umfassten mein Gesicht. Ihre Küsse wurden fordernder. Langsam löste sich mein Widerstand auf und ich erwiderte ihre Küsse. Ihre Hände wanderten über meinen Hals, meine Schultern, an meine Hüfte. Tausende Ameisen auf meiner Haut. Wir hörten nicht auf uns zu küssen. Plötzlich spürte ich ihre Hände auf meinen Brüsten. Ich erstarrte. Ihre Lippen lösten sich und sie flüsterte mir ins Ohr: "Sam, ich will dich. " Ein Schauer lief mir über den Rücken. Wie sie meinen Namen aussprach. Atmen, atmen. Doch da war auf einmal diese Stimme in meinem Kopf: "Hör auf damit! Hör auf!". Sie rückte ein wenig von mir ab und ich bekam wieder etwas Luft. Ich spürte ihren Blick auf mir, den ich nicht erwidern konnte, noch nicht. Dann sah ich in ihre Augen. Da war dieses Funkeln, dass ich trotz der Dunkelheit erkannte und ein Verlangen- nach mir. Noch nie hatte mich jemand so angesehen, wie sie in diesem Moment. Sie deutete mein Schweigen als Einverständnis, nahm meine Hand und zog mich mit sich. Ich konnte ihr Bett sehen, die Tür stand offen. Mein Herz raste. Hatte es überhaupt je aufgehört damit? Ruckartig zog ich meine Hand weg und blieb stehen. Da waren wieder diese Stimmen in meinen Kopf. NEIN, STOP, NEIN, HÖR AUF DAMIT