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Alles was bleibt

Kapitel 36

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"Wir können auch hier bleiben und es uns gemütlich machen zu zweit. " Carol küsste erneut meine Hand und ihre dunklen Augen musterten mich dabei eindringlich. "Nein, ich würde gern mit dir dahin. Es gibt für alles ein erstes Mal. " Was sagte ich da? Ich konnte es selbst nicht glauben. War ich das etwa? "Ich werde auch nicht von deiner Seite weichen. " Ihr Blick verschlug mir den Atem und ließ meinen Puls beschleunigen. Nach dem Frühstück entschlossen wir uns für einen Bummel durch die Innenstadt. Wir schlenderten über den Markt und kauften etwas frisches Obst und Gemüse.   Ich befand mich noch immer wie in einer Traumblase und konnte nicht verstehen, was hier mit mir passierte. Mit mir und mit ihr und mit uns. War das Wirklichkeit? War es das, was ich immer gewollt hatte oder hatte ich das nicht verhindern wollen? Ich wusste es nicht mehr. Es gelang mir nicht meine Gedanken zu ordnen und ich konnte mich auch nicht mehr erinnern, so übermächtig war allein dieses Gefühl, das mich überkam, als Carol wie selbst verständlich nach meiner Hand griff und ich ließ sie gewähren, weil es sich einfach wunderschön anfühlte und ich vergaß für einen Moment alles andere. Wir entschieden uns für den Weg durch den Park und blieben auf einer roten Brücke stehen. An das Geländer gelehnt, blickte ich auf das Wasser und entdeckte ein paar Fischer. Sie stand neben mir, ganz nah und legte dabei einen Arm um mich. "Geht es dir gut?" fragte sie so ganz nebenbei. Ich drehte mich zu ihr ohne ihr zu antworten. Ich suchte hilflos nach Worten, ihr zu sagen, wie schön sich ihre Nähe anfühlte, wie ich ihre Zärtlichkeiten genoss, aber ich brachte keinen Satz zusammen, der das beschreiben konnte. Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und gab ihr einfach einen Kuss. Keine Ahnung woher ich den Mut nahm. Nie im Leben hätte ich je gedacht jemanden in der Öffentlichkeit zu küssen, aber das war mir alles egal. Ich fand es in diesem Moment genau das Richtige und Carol sah das anscheinend auch so. Ihre Hand fuhr in meinen Nacken und zog mich näher an sie und dann küsste sie mich zurück. Nicht so schüchtern und kurz, wie ich zuvor, sondern sicher, fordernd, fest. Es war mich keineswegs unangenehm

Ich erwiderte ihn und alles andere um uns herum war plötzlich unwichtig. Es zählte nur das Hier und Jetzt - SIE. Die Welt um mich schien sich bei diesem Kuss zu drehen. Ich schloss die Augen und hörte das schnelle Schlagen meines Herzens und das Rauschen meines Blutes in meinen Ohren. Ich wollte gleich vom Park aus direkt zu meiner Wohnung zu Fuss zu laufen und Carol ging wieder zu sich nach Hause. Sie hatte mich am Abend mit dem Auto abholen wollen, aber ich konnte sie von dieser Idee abbringen und so hatten wir uns an der Diskothek verabredet. Den halben Nachmittag verbrachte ich verzweifelt vor meinem Kleiderschrank und entschied mich dann für eine dunkle, enge Jeans, eine hellblau getreifte Bluse und einen weißen Blazer, in der Hoffnung mich damit sehen lassen zu können. Die Zeit bis zum Abend verging dann furchtbar quälend. Immer wieder plagten mich Selbstzweifel und Vorwürfe. Auf was hatte ich mich da nur eingelassen? Ich war noch nie in einer Diskothek gewesen und tanzen konnte ich auch nicht. Außerdem war mir die Vorstellung von sehr lauter Musik und vielen, vielen Menschen nicht gerade angenehm. Aber ich hatte es ihr versprochen, sie freute sich drauf und ich konnte mit ihr zusammen sein. Das waren drei starke Argumente, gegen die ich keine Ausreden finden konnte. Also ergab ich mich meinem Schicksal und ging gegen 19 Uhr los - immerhin hatte ich einen Weg von gut einer Stunde vor mir. Aber das wollte ich ja so. Immerhin war mir das viel lieber als mit einem Auto fahren zu müssen. Carol wartete, wie verabredet am Eingang auf mich. Nervös trat ich auf sie zu und ließ den Abend seinen Lauf. Sie griff nach meiner Hand und zog mich nah an sich. "Du siehst heiß aus. " sagte sie mir, bevor wir ganz in die Musik und die Menschen eintauchten. Sie zog mich hinter sich her. Anscheinend wusste sie ganz genau, wohin sie musste und bahnte sich den Weg durch die Menschen, die die Musik und die Atmosphäre zu genießen schienen, was ich von mir bisher nicht behaupten konnte. Die laute Musik, das gedämpfte Licht und gleichzeitig die bunten Laserstrahler, die sich unruhig hin und her bewegten und die vielen Leute wirkten sehr einschüchternd auf mich. Ich holte tief Luft und ließ ihre Hand nicht los. Dann blieb sie abrupt stehen und ich wäre beinahe in sie hinein gelaufen

In einer kleinen Lounge befand sich ein Tisch, an dem bereits zwei Frauen und ein Mann saßen. Ich erkannte die beiden Frauen sofort: Jana und Denise. Die beiden, denen wir im Restaurant begegnet waren. Die Blonde warf mir einen durchdringenden, angsteinflößenden Blick zu. Als ich ihr meine Hand zur Begrüßung reichte, umspielte ein seltsames Lächeln ihre Lippen. "Ich bin Denise. " stellte sie sich vor und drückte meine Hand fest. Dann war die andere Frau Jana, die in Begleitung ihres Freundes Torben hier war. Beide machten einen symphatischen Eindruck auf mich. Torben bot sich gleich an, ein paar Getränke für uns zu bestellen. Während wir noch die Karte studierten, meldete sich Denise zu Wort: "Zombie für alle. Ich gebe einen aus. " Dabei zwinkerte sie mir zu. "Für mich bitte nur eine Cola. Ich bin Fahrer. " korrigierte Carol die Bestellung. Ich hatte absolut keine Ahnung, was ein Zombie war.   Als die Bedienung schließlich die Bestellung brachte, reichte mir Denise das erste Glas. "Auf diesen Abend!" lachte sie und wir stießen alle miteinander an. Ich war erstaunt, wie gut der Cocktail schmeckte. Mein erster Zombie - aber es sollte nicht mein letzter bleiben. Langsam entspannte ich mich und genoss die nette Gesellschaft und die Musik, woran wahrscheinlich der Alkohol nicht ganz unschuldig war. Als ich auf Toilette wollte, beschrieb mir Carol den Weg und ich kämpfte mich durch die tanzende Menge. Dabei merkte ich nicht wie mir Denise folgte