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Alles was bleibt

Kapitel 42

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Ich würde nach oben gehen und Carol anrufen und ihr sagen, dass es für uns beide keine Zukunft gab. Genau so wollte ich es machen. Es war besser so, dachte ich. Doch dann blieb mein Herz für einen Moment stehen, als ich Carol endeckte, die im Flur an der Wand neben meiner Wohnungstür lehnte. Unsere Blicke trafen sich und ich stand wie festgefroren an der oberen Treppstufe. Anscheinend hatte sie auf mich gewartet und ich hörte nur noch das energische Schlagen in meiner Brust. Als sie mich bei meinen Namen nannte, als ihre Stimme mich erreichte, löste das ein seltsames Gefühl in mir aus. Ich konnte es nicht beschreiben und die Situation ließ es auch nicht zu, dass ich lang darüber nachdachte, aber ich spürte, dass es von meinem Herzen ausging. "Hast du einen Moment Zeit?" fragte Carol mich. "Ich würde gern mit dir reden. " Ich versuchte ihrem Blick auszuweichen und nickte nur kaum merklich. Zu mehr war ich gerade nicht in der Lage.   Trotzdem musste ich in ihre Nähe um meine Wohnungstüre aufzuschließen, doch gerade da stand sie. Ihre Aura hatte etwas einnehmendes, etwas überwältigendes und ich versuchte mit besten Kräften mich ihr zu entziehen. Ich wollte nicht diese Schwachheit, diese Unsicherheit. Ich hatte lange darüber nachgedacht und mich entschieden. Jetzt wollte ich das auch durch ziehen. Carol folgte gleich dicht hinter mir in die Wohnung. Nervös schloss ich die Tür und legte meine Sachen ab. Da war diese Spannung zwischen uns, vor der ich am liebsten davon gelaufen wäre. Doch ich musste mich der Situation stellen. Es ging nicht anders. Ich wusste genau, wass ich zu sagen hätte und wollte es schnell hinter mich bringen. Noch im Flur ergriff ich das Wort: "Carol. " Sie sah mich an und ich wollte weiter sprechen, aber es gelang mir nicht. Etwas blockierte mich. Sie kam auf mich zu, doch ich wollte auf keinen Fall, dass sie mir näher kam und hielt abwehrend meine Hand vor mich. "Bitte nicht. " Sie stockte in der Bewegung. "Sam, was ist passiert? Bitte sag mir was los ist. " Ihre Stimme klang besorgt

"Carol, ich denke, wir sollten uns nicht wieder sehen. " Der Satz schien im Raum wider zu hallen wie in einer großen Kirche und er stand zwischen uns wie ein großes Hindernis. In ihren Augen entdeckte ich Unverständnis und Fragen, aber sie schwieg für einen Moment und fuhr sich mit der Hand hilflos durchs Haar. Ich hatte das Gefühl kaum mehr Luft zu bekommen, so als würde man mir meinen Brustkorb zu drücken. "Machst du gerade Schluss, bevor es überhaupt angefangen hat?" wollte Carol wissen. "Warum?" Sie wirkte verletzt, verzweifelt, damit hatte ich nicht gerechnet. Noch nie zuvor war ich in so einer Situation gewesen und sie begann mich langsam zu überfordern. Sie wartete auf eine Antwort und ich wusste, dass ich sie ihr schuldig war. Bevor ich meine gut vorbereitete Begründung vortragen konnte, fuhr sie fort: "Ist es wegen gestern Nacht? Das ist doch längst vergessen. " Ein wenig hilflos schüttelte ich den Kopf. "Oder hast du Bedenken wegen dem Altersunterschied?" Darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht. "Nein, das ist es alles nicht. Es passt einfach nicht - Carol.   Du und ich, das geht einfach nicht. " Sie schwieg. Ich wusste nicht warum, aber Zweifel schlichen sich in meine Gedanken, die sowieso schon vollkommen durcheinander waren. Carol machte zwei Schritte auf mich zu, so dass sie direkt vor mir stand. Sie hob ihre Hand, als wollte sie meine Wange berühren, aber zog sie wieder zurück. "Ich verstehe das nicht. " Kurz schloss ich die Augen, um mich zu sammeln, um die Worte wieder zu finden, die ich mir kurz zuvor noch so perfekt zurecht gelegt hatte. Ich zwang mich sie anzusehen. Dabei fühlte ich mich plötzlich so gespalten. Oh Gott, diese Frau machte mich verrückt. Diese Gefühle, die ich tief in meinen Herzen für sie hegte, waren wie ein Spinnennetz, in dem ich fest hing. Mit aller Macht versuchte ich mich zu befreien, aber es raubte mir unendlich viel Kraft. Doch das, was Denise zu mir gesagt hatte, konnte ich ihr nicht ins Gesicht sagen. Ich brachte sie nicht über meine Lippen. Also stotterte ich eine dürftige Erklärung zusammen: "Das mit uns, das würde nicht funktionieren, damals nicht und heute auch nicht. " "Damals?" fragte Carol nach. Verdammt, hatte ich gerade zuviel gesagt?  "Was war damals?" hakte sie nach. Sie würde nicht locker lassen, dass wusste ich

Also nahm ich all meinen Mut zusammen. Nun war sowieso schon alles egal. "Seit ich dich das erste Mal gesehen habe, als du in unser Klassenzimmer kamst, so schwungvoll, mit diesem Lächeln auf den Lippen, seit dem gingst du mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich hatte Gefühle für dich und konnte sie nicht einordnen. War ich in deiner Nähe bekam ich kein Wort mehr heraus und doch wollte ich, so oft es ging, irgendwie bei dir sein. Du brauchtest mich nur anzusehen und mein Herz raste, wie nach einem Sprint. Doch ich war immer nur eine Schülerin für dich, natürlich, so sollte es ja auch sein. Aber dann . "Ich stockte. bist du gegangen und jetzt treffe ich dich wieder und . " Mitten im Satz hielt ich inne. Sie sah mich an und musste meine Worte erst einmal in sich aufnehmen. "Es tut mir leid. Ich wusste das nicht. " gestand sie betroffen. "Du warst meine Schülerin, ich deine Lehrerin. Du 16, ich 25. DAS hätte nicht funktioniert. Aber jetzt ist doch alles anders. " Lügen, ich sollte jetzt lügen, aber konnte ich das?  "Als ich dir beim Klassentreffen wieder begegnete, da dachte ich, es wäre wie früher, ich wollte das so gern wieder spüren, aber meine Gefühle haben sich geändert. Ich habe mich verändert und ich habe mich geirrt. Da ist nichts mehr, dass für mehr reichen würde und deswegen ist es besser, wenn du jetzt gehst und wir uns nicht mehr wieder sehen. " Schluss - ich musste endlich einen Schlussstrich ziehen, mich befreien, es beenden. Ich wusste nicht, wie lange ich noch dafür stark sein konnte. Aber warum schlug mein Herz dabei so schnell und tat so furchtbar weh?   Stille erfüllte den Raum. Es dämmerte schon und wir hatten kein Licht angemacht, als wir die Wohnung betreten hatten. Eine Erinnerung schlich sich in meinen Kopf, an meinen Tagtraum beim Klassentreffen und ich sah auf ihren Mund und dachte einen Moment daran, sie küssen zu müssen. Wie verrückt war ich denn, dass mir in diesem Augenblick solche Gedanken kamen? Ihre Lippen schienen ein wenig zu zittern und ich bildete mir ein, dass es Stolz war, der in ihren dunklen Augen funkelte. Carol griff nach der Klinke, öffnete die Tür aber nicht, sondern drehte sich stattdessen nochmal zu mir. "Du hast recht. " begann sie und die Festigkeit, die in ihren Worten lag, machte mir mit einem Mal Angst