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Alles was bleibt

Kapitel 43

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Stille erfüllte den Raum. Es dämmerte schon und wir hatten kein Licht angemacht, als wir die Wohnung betreten hatten. Eine Erinnerung schlich sich in meinen Kopf, an meinen Tagtraum beim Klassentreffen und ich sah auf ihren Mund und dachte einen Moment daran, sie küssen zu müssen. Wie verrückt war ich denn, dass mir in diesem Augenblick solche Gedanken kamen? Ihre Lippen schienen ein wenig zu zittern und ich bildete mir ein, dass es Stolz war, der in ihren dunklen Augen funkelte. Carol griff nach der Klinke, öffnete die Tür aber nicht, sondern drehte sich stattdessen nochmal zu mir. "Du hast recht. " begann sie und die Festigkeit, die in ihren Worten lag, machte mir mit einem Mal Angst. Doch sie sprach mit sanfter Stimme weiter: "Du hast dich verändert. Du hast dich sogar sehr verändert. Sam - du bist nicht mehr das Mädchen, dass du vor 5 Jahren warst, du bist eine tolle Frau geworden, die schon viel erreicht hat, nicht mehr die Schülerin von damals und ich bin nicht mehr deine Lehrerin. " Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte. "Aber das andere glaub ich dir nicht. " Sie blickte mich durchdringend an. Es war, als stünde ich wie nackt vor ihr, als würde sie tief in mein Innerstes schauen. Mir wurde furchtbar heiß, als hätte sie mich bei einer Lüge erwischt. Hatte sie ja auch oder nicht? Ich brachte es noch immer nicht fertig, etwas zu sagen. "Ich soll gehen und wir sehen uns nicht wieder?" wiederholte sie meine Worte. "Ja. " antworte ich gepresst. "Willst du das wirklich?" Mehr als ein Nicken brachte ich nicht fertig. Mein Kehle war trocken und es fühlte sich an, als würde gerade jemand meinen Hals zu drücken. Spürte ich gerade einen Riss an meinem Herzen? Es pochte so laut, das mir schwindlig wurde, doch ich wollte keine Schwäche zeigen.   Bitte geh!"sagte ich. Für uns konnte es keine Zukunft geben, es würde nur wieder Schmerz bedeuten. Ich musste es beenden. Für sie und für mich. Carol öffnete die Tür. Ich dachte sicher, dass sie jetzt ging, aber sie tat es nicht und schloss sie wieder

"Was hat Denise zu dir gesagt?" Es dauerte einen Augenblick bis die Frage mich erreichte. Überrascht öffnete ich meinen Mund und schloss ihn wieder ohne ihr zu antworten. Carol trat ganz nah an mich heran und umfasste meine Schultern. Ich hatte keine Kraft mich gegen ihre Nähe zu wehren. "Sam! Was hat sie zu dir gesagt?" wiederholte sie ihre Frage mit Nachdruck. Ich war in einen Strudel geraten, hatte dagegen angekämpft und plötzlich wusste ich, dass ich aufgeben musste. Ich konnte einfach nicht mehr. "Das es nur ein Spiel ist - für dich. " Sie wischte Tränen von meiner Wange und schwieg. Ich hatte nicht bemerkt, dass ich weinte. Alles tat mir weh, aber vor allem mein Herz. "Es tut mir leid. "  Ich hatte das Gefühl, ihr das sagen zu müssen, auch wenn ich nicht genau wusste warum. Es kam irgendwo aus meinem Innern, als ich in ihre Augen sah. Und dann tat sie etwas mit dem ich nicht gerechnet hatte. Sie nahm mich in ihre Arme und hielt mich einfach nur fest. Erschöpft schloss ich die Augen und lehnte meinen Kopf an ihr Herz. Ich hörte es schlagen, kräftig und gleichmäßig. Es beruhigte mich ein wenig und nach einer Weile blieben von meinem Weinen nur noch ein paar Schluchzer. Ihre Hand strich über mein Haar und ich hörte ihre Stimme meinen Namen sagen. "Für mich war das nie ein Spiel, dass mit uns. Es war mir noch nie so ernst mit einer Frau, wie mit dir. " Hatte sie das eben wirklich gesagt oder träumte ich nur? Dachte sie das wirklich? Ich traute mich nicht, sie anzusehen, weil ich fürchtete, ich hätte mich geirrt, dass ihre Worte nur Einbildung waren. Noch immer hielt sie mich fest und ich spürte ihre Wärme, die mich umfing. Wieder umfassten ihre Hände meine Schultern und schoben mich sanft ein Stück von sich. "Lass uns ins Wohnzimmer gehen. " Sie nahm meine Hand, doch ich rührte mich nicht. Fragend sah sie mich an

"Stimmt das wirklich?" Carol wusste genau, was ich meinte. Sie ließ meine Hand los und trat zu mir. Ihre Hände umfassten mein Gesicht. "Sam - jedes Wort. " Und dann küsste sie mich. Mein Herz setzte aus und ich vergaß zu atmen. Mein Kopf war wie leer gefegt. Ich glaubte jeden Moment den Halt zu verlieren. Als sie sich von mir löste und mir ihre Hand hin hielt, griff ich zu und ließ mich von ihr ins Wohnzimmer zum Sofa führen. "Magst du einen Tee?" fragte sie. Ich nickte nur, denn meine Sprache hatte ich anscheinend bei dem Kuss verloren. Ihre Lippen hauchten erneut einen Kuss, dieses Mal auf meine Stirn und dann verschwand sie Richtung Küche. Ich setzte mich und war mir immer noch nicht sicher: "Träumte ich oder war alles echt und real?" Heiloses Durcheinander herrschte in mir. Ihre Worte und ihr Kuss hatten mich noch mehr aufgewühlt. Ich wollte ihr glauben, ich wollte es so sehr. Ihre Lippen auf meinen, dass hatte sich unglaublich angefühlt. Es war wie ein Siegel gewesen, wie ein Schwur auf das, was sie gesagt hatte. Doch warum hatte Denise dann solche Dinge behauptet? Hieß es nicht, dass an jeder Behauptung ein Fünkchen Wahrheit war?  Ich wusste gar nicht mehr, was ich noch denken oder fühlen sollte. Als Carol nach ein paar Minuten mit zwei Tassen zurück kam, nahm sie neben mir auf dem Sofa Platz. Wie so oft verbrannte ich mich an dem heißen Tee und stellte ihn auf den Tisch. Wie konnte ich verhindern, dass das Schweigen unangenehm zwischen uns wurde? Anscheinend hatte Carol den gleichen Gedanken. Sie griff nach meiner Hand und hielt sie in ihrem Schoß. "Ich glaube, ich sollte dir etwas erzählen. " Ihre Stimme klang ernst. Würde es etwas ändern? Wollte ich das hören? Unsere Blicke trafen sich. Mein Puls beschleunigte. Mehr als ein "Okay" brachte ich nicht zustande. Gespannt wartete ich auf ihre nächsten Worte