อ่านนิยายออนไลน์ทั้งหมดฟรีที่นี่

Alles was bleibt

Kapitel 44

sprite

Als Carol nach ein paar Minuten mit zwei Tassen zurück kam, nahm sie neben mir auf dem Sofa Platz. Wie so oft verbrannte ich mich an dem heißen Tee und stellte ihn auf den Tisch. Wie konnte ich verhindern, dass das Schweigen unangenehm zwischen uns wurde? Anscheinend hatte Carol den gleichen Gedanken. Sie griff nach meiner Hand und hielt sie in ihrem Schoß. "Ich glaube, ich sollte dir etwas erzählen. " Ihre Stimme klang ernst. Würde es etwas ändern? Wollte ich das hören?Unsere Blicke trafen sich. Mein Puls beschleunigte. Mehr als ein "Okay" brachte ich nicht zustande. Gespannt wartete ich auf ihre nächsten Worte. "Denise und ich waren im gleichen Studienjahrgang. Sie hatte ihre Clique, ich hatte meinen Freundeskreis und wir kannten uns nur vom Sehen aus der Uni. Von meine Frauenliebe wussten nur meine besten Freunde. Ich bin nicht jemand, der sowas an die große Glocke hängen muss. Eines Abends war ich mit meinen Freunden in einer Diskothek. Dort lernte ich eine Frau kennen. Wir tanzten zusammen und verließen viel später den Club gemeinsam. Wir standen draußen und küssten uns zum Abschied als Denise beinahe in uns hinein gelaufen wäre. Sie starrte uns nur an und lief dann ohne ein Wort davon. Als ich sie das nächste Mal in der Uni wieder traf, war sie irgendwie verändert. Anfang schien mir das alles nur wie ein großer Zufall, dass wir uns andauernd über den Weg liefen, zur gleichen Zeit in der Bibliothek lernten oder im gleichen Cafe unseren Cappuccino tranken . Bei den Vorlesungen saß sie auf einmal neben mir. Wir kamen ins Gespräch und sie war immer dabei, wenn wir etwas in unserer Gruppe unternahmen. Ich dachte mir nichts dabei. Sie war nett und witzig und alle verstanden sich gut mit ihr. Dann stand sie eines Tages vor meiner Zimmertür im Studentenwohnheim und meinte, sie müsste etwas dringendes mit mir besprechen. Sie saß auf meinen Bett, brachte kein Wort heraus und blickte mich einfach nur an. Ich setzte mich zu ihr und dann gestand sie mir, dass sie sich in mich verliebt hätte. Ich war erst einmal sprachlos. Mit sowas hatte ich echt nicht gerechnet. Doch als ihr dann sagen musste, dass das mit uns nichts werden kann, begann sie zu weinen. Es tat mir so leid, aber ich hatte keinerlei Gefühle für sie. Hilflos versuchte ich sie etwas zu trösten, aber dann küsste sie mich einfach

Ich sprang auf und und riss die Tür auf. Es dauerte einen Moment bis sie begriff, dass ich sie gerade aus meine Zimmer warf. Ich hatte Mitleid mit ihr und war zugleich wütend auf sie, dass sie mich einfach geküsst hatte, mir etwas aufzwingen wollte, dass ich nicht wollte, obwohl ich es ihr zuvor deutlich gesagt hatte. " Carol hielt einen Moment inne. Meine Hand lag noch immer in ihrer und sie fuhr in Gedanken mit ihren Fingern ganz sanft darüber. "Wie ging es danach weiter?" wollte ich wissen. "14 Tage erschien sie nicht zu den Vorlesungen. Es hieß, sie habe sich krank gemeldet. Und als sie danach wieder da war, schien als wäre nie etwas gewesen. Es war alles wie zu Beginn. Wir grüßten uns, aber mehr nicht. Ich bedauerte das, aber ich dachte auch, dass es so besser war. " Ich nahm mit meiner anderen Hand die Tasse und führte sie an meinen Mund. "Manchmal hilft Abstand, wie ein Pflaster. " sagte ich, bevor ich einen Schluck von meinem Tee machte. Doch dachte ich in diesem Moment nicht an Denise. "Leider ist das noch nicht alles. " bemerkte Carol. Ich blickte sie erstaunt an. "Drei Monate später bekamen wir eine neue Studentin: Tina. Wir verstanden uns auf Anhieb. Es funkte schon nach kurzer Zeit und es dauerte nicht lang bis wir zusammen kamen. Wir waren verliebt oder besser ich war verliebt.   Zumindest sprachen wir beide von einer gemeinsamen Zukunft. Doch dann . " Carol stockte. "Was ist passiert?" fragte ich nach. "Ich erwischte sie mit irgendeinem Typen. Sie entschuldigte sich, meinte, es wäre nur ein Ausrutscher gewesen. Aber ich machte Schluss. Ich konnte das nicht. Tina wechselte die Uni zum Semesterende. Ich war ziemlich fertig

Alle wussten nur, dass es zwischen uns aus war, aber keiner kannte die genauen Gründe. Kurz nach der Trennung passte Denise mich in der Uni ab und hielt mir vor, ich hätte mit Tina nur gespielt und sie genauso abserviert wie sie. Sie ließ mir keine Gelegenheit um das richtig zu stellen. Danach wechselten wir das ganze Studium lang kein Wort mehr miteinander. Erst als ich vor einem Jahr hier an die Schule kam, haben wir uns bei einer besonderen Lehrerprojekttag wieder getroffen. Sie sprach mich an und wir unterhielten uns ganz nett. Seitdem hatten wir hin und wieder losen Kontakt. Ich hatte keine Ahnung, dass sie das immer noch mit sich herum trägt. Ich dachte, sie wäre schon lange darüber hinweg und die ganze Geschichte vergessen. " Ich legte meine andere Hand auf ihre. "Es tut mir leid, dass ich ihr einfach so geglaubt habe. " entschuldigte ich mich. "Mir tut es leid Sam. Als ich dich da gesehen habe auf dem Klassentreffen, war ich so von dir geflashed. Ich konnte an nichts anderes mehr denken und ich glaube, ich habe dich einfach überfallen. Das ist mir mit noch keiner anderen Frau passiert. Ich dachte immer, ich hätte alles im Griff, aber bei dir ist alles anders. Ich würde dich gern besser kennen lernen, wenn du mir noch eine Chance dazu geben willst. Mir ist das wirklich ernst mit dir. " Ihre Worte hatte ich verstanden und konnte sie doch nicht glauben. Sie wollte wirklich mich? Ich hatte sie geflashed, sie umgehauen? Sie musste ständig an mich denken? An mich? Das konnte nicht sein. Bestimmt meinte sie jemanden anderen. "Ich bin doch niemand. " Sie nahm mein Gesicht in ihre Hände. "Sag nicht sowas Sam. Du bist wundervoll, du vergisst es nur andauernd. " Ihre dunklen Augen leuchteten mich an und ich sah darin, dass sie jedes Wort so meinte, wie sie es sagte. "Vielleicht brauche ich jemanden, der es mir immer wieder sagt. " flüsterte ich. "Das könnte sein. " antwortete sie mir und küsste mich zärtlich. Mein Herz schien dabei zu hüpfen, es könnte aber auch sein, dass es gerade in diesem Moment einen Freudentanz vollführte