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Alles was bleibt

Kapitel 45

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Dieses Kapitel berichtet erneut aus der Sicht von Carol: Als die Tür ins Schloss fiel und ich allein in der Wohnung zurück blieb, spürte ich, dass etwas nicht stimmte. Inzwischen kannte ich Sam schon recht gut und so wie sie sich fluchtartig verabschiedet hatte, musste irgendetwas passiert sein. Ohne eine Umarmung oder einen Abschiedkuss war sie gegangen. Und doch hatte ich etwas in ihren Augen gesehen, was mich noch immer beunruhigte, ohne das ich es genau deuten konnte. Konnte es wirklich sein, dass sie der letzte Abend, die Nacht immer noch so beschäftigte? War es ihr so unangenehm, dass ihr das vor mir oder überhaupt passiert war? Ich lehnte mich in den Türrahmen und blickte in meine Küche. Der Frühstückstisch wirkte seltsam verlassen, unsere noch vollen Tassen, ihr unberührtes Brötchen auf ihrem Teller, mein angebissenes, die hastig zusammengefalltete Zeitung an der Seite. Noch immer fühlte ich ihre Hand in meiner, erinnerte mich genau an dieses Strahlen in ihren Augen, an ihren Blick, der so tief gegangen war. Sie ließ mein Herz schon schneller schlagen, wenn ich nur an sie dachte. Mich hatte es wirklich erwischt, nach so langer Zeit. Wie sie heute früh so da stand nach der Dusche, nur in ein Handtuch gehüllt. Mir war bei dem Anblick der Atem gestockt und ein unglaubliches Verlangen loderte in mir nach ihr, dass ich mit aller Kraft zu unterdrücken versuchte. Sie war so schön, so sexy und ich war mir sicher, dass sie selbst davon absolut keine Ahnung hatte. Ich liebte es in einfach nur in ihrer Nähe zu sein, musste dem starken Wunsch widerstehen, sie immer wieder zu küssen und zu berühren. Auf den ersten Blick hätte man Sam vielleicht für naiv halten können, aber das war sie nicht. Sie war zwar zurückhaltend, aber wenn man einmal hinter ihre Maske der Schüchternheit sah, entdeckte man da eine ganz unglaubliche aufmerksame, intelligente und beeindruckende Frau. Und jetzt war sie weg und ein unangenehmes Gefühl legte sich mir auf mein Herz. Vielleicht wollte sie nur etwas Abstand, ein wenig Ruhe um sich von der vergangenen Nacht zu erholen. Ich würde ihr einfach die Zeit geben, die sie brauchte. Also ignorierte ich den Drang sie anzurufen

Immer wieder hatte ich mein Handy in der Hand, legte es aber immer wieder zur Seite. Ich wollte sie nicht bedrängen. Also schrieb ich ihr einfach eine kurze Nachricht, bekam aber keine Antwort. Auch auf spätere Nachrichten antwortete sie nicht. So langsam machte ich mir Sorgen und versuchte auch sie anzurufen, aber sie ging nie ran. War ihr das vielleicht alles zuviel, dass mit ihr und mir? Ging es ihr zu schnell oder empfand sie möglicherweise gar nicht das gleiche für mich, wie ich für sie? Soviele verückte Gedanken gingen mir immer wieder durch den Kopf. Als ich am Abend ins Bett ging, verspürte ich noch immer diese innere Unruhe und und es dauerte lange bis ich schließlich einen Weg in den Schlaf fand. Am nächsten Morgen kam ich nur schwer aus dem Bett, doch ich checkte sofort mein Handy, aber fand keine Nachricht von ihr. Erst als ich aus dem Haus ging, kam eine kurze Mitteilung von ihr an: "Alles gut. Bin auf Arbeit. Gruss Sam. " Diese Worte beruhigten mir aber nur ein wenig und ließen mich den ganzen Tag nicht los. Ich musste unbedingt mit ihr sprechen und herausfinden, was dahinter steckte. Was war los? Was war passiert? Warum zog sie sich plötzlich von mir zurück und ging so auf Abstand? Als ich mich nach der Arbeit auf den Weg zu ihrer Wohnung machte, musste ich mir eingestehen, dass ich Angst hatte sie zu verlieren. Ich wartete einige Zeit an ihrer Wohnungstür bis sie endlich nach Hause kam. Sofort merkte ich ihre Nervösität, wie sie zu mir auf Abstand ging. Zu gern hätte ich gewusst, was in ihr vorging. Dann sah sie mich an und ich entdeckte Anspannung und Schmerz darin. Und dann ihre Worte: "Carol, ich denke, wir sollten uns nicht wieder sehen

" Es traf mich mit aller Wucht und für einen Moment hatte ich keine Ahnung was ich tun sollte. Ich konnte es nicht verstehen und wollte unbedingt wissen, warum. Es erstaunte mich, als sie mir gestand, dass sie damals als Schülerin Gefühlte für mich gehabt hatte. Das hatte ich nicht gewusst. Und jetzt sagte sie mir ins Gesicht, dass da nichts war, dass für mehr reichen würde? Sie hielt das mit uns für einen Irrtum? Sie wollte wirklich, dass ich ging und nicht wieder kam. In diesem Moment fühlte ich mich so hilflos, wie schon lange nicht mehr. Die ganze Situation geriet gerade völlig aus den Fugen. Ich konnte nur noch denken, dass ich sie gerade verlor und anscheinend nichts dagegen tun konnte. Sie wollte mich nicht. Oder war das eine Lüge? Ich wollte mich nicht aufdrängen und doch konnte ich ihren Worten einfach nicht glauben. Gestern früh saßen wir noch zusammen am Tisch und ich küsste ihre Stirn und jetzt endete es, bevor es begonnen hatte? Was war nur passiert? Ich öffnete gerade die Haustür zum Gehen als es mich wie einen Blitz traf. "Denise!" Das musste es sein. Denise war passiert. Ich erkannte es sofort in ihren Augen, dass ich richtig lag, noch bevor sie es zu gab. Sie stand vor mir und Tränen liefen über ihre Wangen. Meine Sam. Ich konnte nicht anders und musste sie in meine Arme schließen. Das mit uns, war nie ein Spiel für mich gewesen. Noch nie war es mir  so ernst wie mit einer Frau, so wie mit ihr