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Alles was bleibt

Kapitel 8

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"Ich bitte darum. " hauchte sie. Ich musste schlucken und versuchte ein Zittern meines Körpers zu unterdrücken. Ich hörte auf zu atmen und blickte in ihre funkelnden Augen. Mit dieser Nähe konnte ich nicht umgehen. Doch so schnell, wie sie mir nah kam, zog sie sich auch wieder zurück, trat in den Flur und schlüpfte in ihre Schuhe. Verwirrt blickte ich aus dem Fenster. Es war bereits dunkel. Ich hatte nicht gemerkt, wie die Zeit vergangen war. Außerdem regnete es in Strömen. Carol trat nah hinter mich. Ich spürte ihre Hand auf meiner Schulter. Sie blickte ebenfalls nach draußen und ich hörte nur ein "Oh. " von ihr. Ich drehte mich zu ihr um und wieder standen wir sehr nah beieinander. "Atme Sam, atme. Sag etwas. " Hitze stieg in mir auf und mein Herz tat schon weh von der ganzen Anspannung und Raserei. "Bei dem Wetter kannst du unmöglich raus. Dein Auto steht ja weiter weg. Und . " ich brach kurz ab und staunte über mich selbst. "Bleib doch noch zum Abendbrot. Vielleicht hört es bis dahin auf. " Hatte ICH das gerade gesagt? Ich sah sie an und wartete auf ihre Reaktion. Sie zuckte kurz mit den Schultern: "Warum nicht. " Sie ging wieder in den Flur, stellte ihre Tasche ab und zog ihre Schuhe aus. Ich schlüpfte an ihr vorbei und verschwand in der Küche. Nach einem entsetzen Blick in den Kühlschrank machte ich ihn wieder zu. Sie war mir gefolgt und lehnte an der Arbeitsplatte. "Mach dir aber wegen mir keine Umstände

Ich esse alles. " Ich bestaunte ihre lockere Art und Gelassenheit. Ich dagegen stand entweder kurz vor einem Nervenzusammenbruch oder einer Ohnmacht, weil ich die Frau, die ich nie wieder in meinem Leben hatte sehen wollen, auch noch zum Abendbrot überredet hatte und nun feststellen musste, dass mein Kühlschrank leer und das Brot alle war. "Los, denk nach. Denk. " Ein Geistesblitz! "Danke!" Ich griff in meinen Hängeschrank und zog eine Packung Nudeln heraus. "Wie wäre es mit Spaghetti Aglio Olio?" "Ich liebe Pasta. " gestand sie. Parmesan hatte ich auch noch da. Zufrieden mit mir, setzte ich einen Topf mit Wasser auf und suchte die anderen wenigen Zutaten zusammen. Während wir darauf warteten, dass das Wasser kochte, unterhielten wir uns über einige belanglose Dinge. Sie fragte, ob ich hauptberuflich schrieb. Da ich aber bisher nicht davon leben konnte, arbeitete ich Vollzeit in einer großen Baufirma im Büro. Das Schreiben betrieb ich abends und in der Nacht. Aber vielleicht wird sich das ja bald ändern, wenn der Verlag sich zur Veröffentlichung meines Romans entschied. Als das Essen fertig war, bot ich ihr dazu Rotwein an und sie lehnte nicht ab. So kam es, dass ich mit Carol an meinem kleinen Küchentisch saß, Spaghetti aß und Bardolino trank. Und obwohl ich es nicht zugeben wollte, genoss ich ihre Nähe, ihr Reden, ihr Lachen. Wie sie ihre Haare zurück warf und lustige Sachen von ihren Schülern erzählte. Ich fand sie wunderschön und ich merkte kaum, wie meine Vorsätze jedem Lächeln von ihr immer mehr davon schmolzen. "Hast du eigentlich einen Freund oder vielleicht eine Freundin?" Ich hatte mir gerade eine Gabel Nudeln in den Mund gesteckt, doch ihr Frage kam so unerwartet, dass ich mich verschluckte. Ich musste Husten und bekam kaum Lust. Ich lief rot an und das nicht nur, weil ich beinahe erstickte. Eine Weile brauchte ich, um mich wieder zu beruhigen. Carol holte mir ein Glas Wasser. "Na prima Sam. Was bringst du heute noch fertig an Peinlichkeiten?" Sie blickte mich ein wenig besorgt an. Ich hob die Hand: "Alles wieder okay. " Sie nahm einen Schluck Wein, ließ mich dabei nicht aus den Augen und schenkte mir dabei ein Lächeln, das Gänsehaut auf meinem Körper auslöste. Es war nicht dieses freundliche Lächeln, das man jemanden schenkt, sondern anders, irgendwie verführerisch. Ich musste aufhören, an so etwas zu denken

Schnell brach ich den Blickkontakt ab und wand mich meinem Teller zu. Da spürte ich ihre Hand auf meiner. "Tut mir leid. Ich habe nicht geahnt, dass dich meine Frage so aus den Konzept bringt. " Ihre Hand lag immer noch da. Ich musste schwer kämpfen um meinem entwickelten Fluchttrieb zu unterdrücken. "Es war nicht deine Frage, es war nur eine Nudel. " murmelte ich. Als sie endlich die Hand wieder zurück zog, konnte ich mich wieder etwas entspannen. Doch das Schmunzeln um ihre Lippen blieb. Nach dem Essen gingen wir mit einem neu gefüllten Weinglas zurück ins Wohnzimmer. "Und hast du. ?" fragte ich sie, während ich mein Glas festumklammert hielt. "Was hab ich?" hakte sie nach. "Ich meine einen Freund oder eine Freundin?" Ich tat es ihr nach und benutzte ihre Fragestellung. Sie blickte mich wieder so seltsam an, bevor sie die Frage verneinte. Verwirrt starrte ich in mein Glas und nahm einen großen Schluck. Der Alkohol lockerte mich ein wenig auf und es wurde noch ein ganz unterhaltsamer Abend. Es schien so viele Themen zu geben, über die wir uns gut unterhalten konnten, dass wir gar nicht auf die Zeit achteten. Plötzlich sah sie auf die Uhr und erschrack: "Oh, schon nach 23 Uhr. " Sie stellte ihr Glas auf den Tisch und erhob sich. "Tut mir leid. Ich wollte dich wirklich nicht so lange in Beschlag nehmen. " Ich war ebenfalls aufgestanden und blickte in ihre leuchtenden Augen. Ich wolllte etwas sagen, aber mein Hals war wie zugeschnürrt. "SAM!!! Atmen - denken - reden!" Sie wollte sich gerade zum Gehen von mir abwenden, da griff ich nach ihrem Handgelenk. Jede Berührung, wie normal oder unscheinbar sie auch war, jagte tausende kleine Blitze durch meinen Körper. Wie Stromschläge, die verhinderten, dass mein Herz stehen blieb. In diesem Moment wollte ich ihr es ihr sagen. Alles